Der Jugend+Sport-Coach ist an den Schulen die Schlüsselperson für die sportlichen Aktivitäten und eine hochwertige Jugendarbeit. Im Zentrum der jüngsten Weiterbildung von kantonalen Lehrkräften standen verschiedene Programme zur Bewegungsförderung in Ergänzung zum klassischen und im Stundenplan fixierten Sportunterricht.

Im Sportzentrum Zuchwil konnten die anwesenden 30 Jugend+Sport-Schulcoachs an Thementischen drei Bewegungsförderungsprogramme näher kennenlernen. Für die Primarstufe bietet sich «Muuvit» als Unterrichtsmittel an.

Dabei sammeln die Kinder im Team Punkte, mit denen sie virtuell quer durch die Schweiz oder Europa reisen. Spannende Sachkundethemen werden mit Spass und Bewegungsförderung verbunden, denn die Knaben und Mädchen holen die Punkte durch körperliche Bewegung im Schulrahmen oder im Alltag.

Schule soll regelmässig bewegen

Das nationale Programm «schule bewegt» des Bundesamts für Sport zielt darauf ab, die Bewegung in Schulen und Tagesstrukturen zu fördern. Die teilnehmenden Klassen und Gruppen verpflichten sich zu täglich mindestens 20 Minuten körperlicher Aktivität.

Aktuell stehen den Klassen elf Bewegungs- und zwei Zusatzmodule zur Auswahl. Die dafür gratis gelieferten Kartensets beinhalten einfach umsetzbare Übungen.

Der als Team- und Leichtathletik-Wettbewerb etablierte UBS-Kids-Cup bietet auch auf Schulen zugeschnittene Programme an, mit denen sich zum Beispiel ein Schulsporttag mit den drei Disziplinen 60-m-Sprint, Weitsprung und Ballwurf absolvieren lässt.

Sieben Schulen sind «so.fit»

Seitens der organisierenden Kantonalen Sportfachstelle waren Kursleiterin Sibille Kessler und Tatjana Imbach präsent, um die Teilnehmenden mit aktuellen Themen rund um J+S zu bedienen.

Philipp Heri deckte den Bereich des freiwilligen Schulsports ab und stand Red und Antwort zum kantonalen so.fit-Label. Der kantonale Beauftragte für Bewegung und Sport stellt immer wieder fest, dass das Interesse an den Projekten sehr gross ist. Die effektiven Anmeldungen für die Programme seien dagegen manchmal bescheiden.

Dennoch kommt etwa die vor dreieinhalb Jahren erstmals verliehene Auszeichnung «so.fit» an den Schulen voran. Bis Ende Jahr dürfen immerhin sieben Schulen im Kanton das Label tragen, das ihnen eine besondere Initiative in der Bewegungsförderung bescheinigt.

Philipp Heri sieht die anderen Projekte, die an der Weiterbildung in Zuchwil präsentiert wurden, im Übrigen nicht als Konkurrenz zur Solothurner Pioniertat, die in der Schweiz erste Nachahmer gefunden hat: «Sie sind vielmehr eine gute Ergänzung und Vorbereitung dafür.»