Kanton Solothurn

Diese fünf Solothurner Politiker warten auf ihren Sprung nach Bern

Sie müssen auf den Startschuss für ihre Karriere in Bern noch warten: Anita Panzer (FDP), Christian Werner (SVP), Urs Huber (SP), Franziska Roth (SP) und Sandra Kolly (CVP).

Sie müssen auf den Startschuss für ihre Karriere in Bern noch warten: Anita Panzer (FDP), Christian Werner (SVP), Urs Huber (SP), Franziska Roth (SP) und Sandra Kolly (CVP).

Zur Wahl gereicht hats ihnen am Wochenende (noch) nicht. Aber als erster Ersatz hat der eine oder andere dieser Kandidaten doch noch die Aussicht auf ein späteres Nachrücken in den Nationalrat.

Allen voran gilt dies für Urs Huber. Der Obergösger Eisenbahner-Gewerkschafter belegt auf der Liste «SP Nord/Ost» hinter der Wiedergewählten Bea Heim (Olten) klar den zweiten Platz, vor dem Oltner Stadtrat, Kantonsrat und SBB-Lokführer Peter Schafer.

Urs Huber, SP, Obergösgen.

Urs Huber, SP, Obergösgen.

Tritt die heute 69-jährige Bea Heim im Verlauf der Legislaturperiode zurück – und davon gehen ihre Genossen zumindest im vertraulichen Gespräch aus – dann rutscht der 54-jährige Huber nach. Er könnte so 2019 dann auch mit dem Bonus des «Bisherigen» in die nächsten eidgenössischen Wahlen ziehen.

Der Obergösger hat nicht nur einen engagierten, originellen Wahlkampf geführt, vielmehr gehört der erklärte Atomkraft-Gegner seit 1997 auch dem Kantonsrat an und hat sich dort – als zwar «linker» aber pragmatischer Politiker – über die Parteigrenzen hinweg Respekt verschafft.

Noch früher könnte Christian Werner den Einzug in den Nationalrat feiern: Der Oltner Jurist und SVP-Kantonsrat ist erster Ersatz auf der Stammliste seiner Partei.

Christian Werner, SVP, Olten.

Christian Werner, SVP, Olten.

Sollte am 17. November im zweiten Wahlgang – wider Erwarten – Walter Wobmann in den Ständerat gewählt werden, dann würde mit dem 31-Jährigen der Generationenwechsel bei der SVP gleich komplettiert.

Der selbstständige Rechtsanwalt Werner ist mit dem schon am Wochenende in den Nationalrat gewählten Christian Imark einer der jungen SVP-Hoffnungsträger.

Drei Frauen in Warteposition

Hätte die FDP anstelle der glücklosen Marianne Meister (Messen) den glanzvoll in den Nationalrat gewählten Kurt Fluri (Solothurn) ins Rennen schickt, wäre es zu einem weiteren vorzeitigen Sesselrücken im Nationalrat gekommen. Nutzniesserin wäre dann Anita Panzer, Gemeindepräsidentin von Feldbrunnen-St. Niklaus, gewesen. Die 44-jährige Kommunikationsberaterin, die seit 2013 im Kantonsrat sitzt, ist eine der Hoffnungsträgerinnen ihrer Partei.

Anita Panzer, FDP, Feldbrunnen.

Anita Panzer, FDP, Feldbrunnen.

Sie liegt fast 3000 Stimmen vor dem zweiten Ersatz, dem Solothurner Kantonsrat Urs Unterlerchner.

Auf der zweiten SP-Stammliste, auf der Philipp Hadorn (Gerlafingen) die Wiederwahl nach einigem Zittern im letzten Moment doch noch geschafft hat, ist die engagiert und pointiert politisierende SP-Kantonalpräsidentin und Kantonsrätin Franziska Roth (Solothurn) die erste Ersatzkandidatin.

Franziska Roth, SP, Solothurn.

Franziska Roth, SP, Solothurn.

Mit deutlichem Vorsprung auf Andreas Bühlmann (Biberist). Bevor am Wahltag mit Gerlafingen auch die letzte Gemeinde ausgezählt hatte, war die 49-jährige Heilpädagogin noch mit hauchdünnem Vorsprung vor Philipp Hadorn  gelegen.

Zwei Frauen stehen bei der CVP in den Startlöchern: Hinter dem komfortabel bestätigten Stefan Müller-Altermatt (Herbetswil) liefen Sandra Kolly (Neuendorf) als erster und Susan von Sury-Thomas (Solothurn) als zweiter Ersatz ins Ziel.

Sandra Kolly, CVP, Neuendorf.

Sandra Kolly, CVP, Neuendorf.

Die 45-jährige Kolly ist zielstrebige, aktive Präsidentin ihrer Kantonalpartei und gehört seit 2009 dem Kantonsrat an. Hätte die CVP ihren zweiten Sitz nicht verloren, hätte die Kaufmännische Leiterin einer Treuhandunternehmung bereits am Sonntag den Sprung nach Bern geschafft.

Und soll es nicht eine Karriere in Bundesbern sein, dann haben sich am Wochenende Christian Werner, Anita Panzer und Franziska Roth doch zumindest für die nächsten Regierungsratswahlen empfohlen. Die stehen bereits 2017 an . . .

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