Jahresrückblick

Diese Ereignisse bewegten 2011 im Kanton Solothurn

Viel ist passiert in diesem Jahr. Erschütterndes, Schönes und Überraschendes. Aber auch in der Politik ist einiges geschehen. Grund genug, einmal zurückzuschauen und ein paar Ereignisse des Jahres herauszupicken.

Schon früh im Jahr 2011 gab es ein Grossereignis, das weit über die Kantonsgrenzen hinaus Wellen schlug. Am 4. Januar brannte die St. Ursen-Kathedrale. Ein 62-jähriger Oltner hatte zwei Kanister Benzin über den Teppich vor dem Altar gegossen und entzündet.

Die Reinigungsarbeiten belaufen sich durch den Brand auf 3,5 Millionen Franken. Im gleichen Zug wird die 1773 erbaute Kathedrale für zusätzliche 4,5 Millionen Franken restauriert.

Andres Z. kam in Haft. Im September wurde er vom Amtsgericht Solothurn-Lebern zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Nach der Verhandlung wurde der 62-Jährige in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Altstadt brennt

Bereits zwei Monate später brannte es erneut in der Solothurner Altstadt. Diesmal traf es Wohn- und Geschäftshäuser an der Hauptgasse, nahe dem Märetplatz. Das Feuer brach am 29. März in einem Dachstock aus. Vier Häuser waren betroffen.

Zahlreiche Bewohner mussten sich eine neue Bleibe suchen. Auch Geschäfte im Parterre mussten teilweise in neue Räume umziehen.

Papierfabriken mit schwerem Stand

Für die Mitarbeiter der Papierfabrik Biberist war es ein schwarzes Jahr. 550 Mitarbeiter der Papieri verloren 2011 ihren Job. Der Schliessung des Betriebs Ende August ging eine intensive Zeit voller Kundgebungen, Solidaritätsmärsche und Hoffen für die Mitarbeiter voraus. Diese lieferten grossen Einsatz, jedoch ohne Erfolg. Die Papierfabrik schloss nach 149 Jahren definitiv. Die meisten ehemaligen Sappi-Mitarbeiter haben heute einen Job gefunden.

Auch bei der Papierfabrik Balsthal, Swiss Quality Paper, kam es zu Entlassungen: Im September mussten 49 Mitarbeiter gehen.

FDP ohne Sitz

Für eine historische Zäsur sorgten die Ständeratswahlen. Mit der Wahl von Roberto Zanetti (SP) und Pirmin Bischof (CVP) steht die FDP Kanton Solothurn zum ersten Mal seit 1948 ohne Sitz im Stöckli da.

Rochaden an den Parteispitzen

Bleiben wir bei der Politik: Heinz Müller (SVP) gab kurz nach den National-und Ständeratswahlen bekannt, dass er vom Amt des Parteipräsidenten zurücktritt. An der Delegiertenversammlung vom 24. November wurde bereits die Nachfolge bestimmt: Walter Wobmann.

Auch in zwei anderen kantonalen Parteien kommt es zu Rochaden: Am 16. Dezember gibt SP-Parteipräsidentin Evelyn Borer den Rücktritt bekannt. Im Mai muss die kantonale SP eine neue Spitze wählen. So auch die BDP. Ernest Cavon will nicht mehr Präsident sein. (ldu)

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