Wer vom Kantonsrat oder vom Volk zum Beamten gewählt wird, muss im Kanton Solothurn sesshaft sein oder andernfalls werden. Zurzeit unterliegen rund 56 Beamtenstellen dieser Wohnsitzpflicht. 

Hin und wieder werden aber - aus «wichtigen privaten Gründen» - auch Ausnahmen gemacht. So zum Beispiel beim Solothurner Oberstaatsanwalt Hansjürg Brodbeck. Eben diese «Sonderbehandlung» wirft die Frage auf: Ist die Wohnsitzpflicht überhaupt noch zeitgemäss oder ist die Regelung nur noch ein alter Zopf? Eine Nachfrage bei den Partei-Präsidenten zeigt, dass die Meinungen hier auseinander gehen. (ajs)