Solothurn

«Die wichtigste Kulturveranstaltung der Stadt»: Die Filmtage nehmen langsam Formen an

Vorfreude auf die 54. Solothurner Filmtage: Partner und Sponsoren bekamen einen ersten Einblick in die Entstehung der nächsten Ausgabe. Zudem stellte Direktorin Seraina Rohrer Trailer und Plakatserie für die Filmtage vom 24. bis 31. Januar 2019 vor.

«Die Solothurner Filmtage sind mit Abstand die wichtigste Kulturveranstaltung in der Stadt», sagte Stadtpräsident Kurt Fluri am grossen Happening der Partner und Sponsoren am Dienstagabend im "Solheure". Was eine Untertreibung ist, wie Fluri weiss, weil die Filmtage längst ein nationaler, ja ein internationaler Anlass sind. Und das wird auch bei der 54. Austragung vom 24. bis 31. Januar 2019 so sein.

Dass die Kulturpflege in Zeiten von Nationalismus und Ausgrenzung von Minderheiten besonders wichtig ist, stand für Fluri ausser Frage. Umso mehr brauche es auch das Bekenntnis des Bundes zur Kultur. Demnächst steht die neue Kulturbotschaft an. "Es würde an ein Wunder grenzen, wenn nicht wieder um die Mittel gekämpft werden müsste", sagte Fluri.

Dass die öffentlichen Gelder für einen Anlass wie die Solothurner Filmtage wichtig sind, war denn auch für den Vizepräsidenten der Schweizerischen Gesellschaft Solothurner Filmtage, Thomas Geiser, unbestritten. Ebenso wichtig sei aber auch das Engagement von Unternehmen, Privaten und Stiftungen. In der Tat sind die Filmtage diesbezüglich sehr gut aufgestellt. Und bei der 54. Austragung noch besser: Neben Swiss Life steigt Swisscom als zweiter Hauptsponsor ein.

"Die Solothurner Filmtage sind für uns eine Herzensangelegenheit", sagte Kommunikationschef Stefan Nünlist, "aber es geht auch ums Geschäft." Mit Swisscom TV, Teleclub und Kitag ist die Swisscom schon heute ein grosser Player im Filmbusiness - und stärkt dieses neben dem Engagement in Locarno mit jenem in Solothurn. Verschmitzt meinte der Oltner Nünlist an die Adresse des Solothurners Fluri: "Es ist immer wieder erstaunlich, dass es das in seinen Traditionen verhaftete Solothurn schafft, schweizweit Akzente zu setzen." Wobei das Neue häufig von aussen komme. Fakt sei heute aber: "Ein guter Film beginnt in Solothurn."

Das soll auch beim 54er-Jahrgang sein. Ein Schwerpunkt wird dem Filmschaffen in Mexiko mit dem Spezialprogramm "Fokus" gewidmet, was insofern interessant ist, als es zwischen der Schweiz und Mexiko neuerdings ein Co-Produktionsabkommen gibt, das in Solothurn erste Früchte tragen soll. Dann wird Ehrengast Bruno Todeschini mit Sicherheit verdiente Aufmerksamkeit beanspruchen. Und schliesslich soll auch der Animationsfilm eine gute Plattform haben. Bemerkenswert zudem: Die Schweizer Filmklassiker werden allesamt digitalisiert - erste Kostproben werden in Solothurn zu sehen sein.

Auch wenn das Programm für den 24. bis 31. Januar noch nicht im Einzelnen feststeht, wie Direktorin Seraina Rohrer sagte: Nach der Sichtung von 18500 Minuten Filmmaterial steht das Gerüst. Am 13. Dezember wird das Programm öffentlich vorgestellt; einen Tag später beginnt der Vorverkauf, wie die neue Geschäftsstellenleiterin, Veronika Roos, sagte.

Vorfreudig darf man schon heute sein: Die Filmplakate der "Raffinerie" und der Trailer von Marcel Ramsay setzen auf wunderbare Art und Weise um, was die Solothurner Filmtage auch im nächsten Jahr sein wollen - ein verbindendes Element zwischen Welten, die zuweilen nur mehr scheinbar etwas miteinander zu tun haben. 

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Balz Bruder

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