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Die Vogelwelt in einer Minisafari im eigenen Garten entdecken

Auch der Distelfink wird ab und an angetroffen.

Auch der Distelfink wird ab und an angetroffen.

Zwischen dem 6. bis am 10. Mai läuft die Aktion «Stunde der Gartenvögel». BirdLife fordert dazu auf, Vögel im Garten zu beobachten und die Exemplare dann zu melden.

In der heutigen Zeit, da Veranstaltungen aller Art abgesagt sind, Läden noch geschlossen und dem Ausgang Grenzen gesetzt sind, kommt die Aktion «Stunde der Gartenvögel» gerade recht. Bei dieser Aktion, lanciert von BirdLife Schweiz und Coop Bau+Hobby, ist es ganz einfach mitzumachen. Man setzt sich in der Zeit vom 6. bis am 10. Mai während einer Stunde auf den Balkon, in den Garten oder vor die Haustür und hält Augen und Ohren offen. Am besten in den frühen Morgenstunden, oder abends, wenn die Vögel am aktivsten sind. Man notiert sich alle Vogelarten, die man sieht oder hört. Auch einen Rotmilan, der in der Höhe seine Kreise zieht kann man erfassen. Die beobachteten Exemplare meldet man per Computer oder Meldeformular an BirdLife.

Lorenz Heer vom Verein Vogel- und Naturschutz Grenchen (VNSG) meint, dass jetzt eine sehr gute Gelegenheit sei, in den Städten Vögel zu beobachten. Er stellte nämlich fest, dass die Tiere vermehrt in die Stadt kommen, weil es dort aufgrund der Coronakrise ruhiger sei als sonst.

Das Internet bietet Hilfe beim Erkennen der Arten

Wer ausser Amseln und Spatzen keine Vogelarten kennt, findet in der Broschüre des Verbands BirdLife, die auf dessen Website heruntergeladen werden kann, Fotos der 40 häufigsten Vogelarten, die im Siedlungsgebiet vorkommen. So Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Elster, Blau- oder Kohlmeise und viele mehr.

Im Prospekt lernt man nicht nur wie die Vögel aussehen, sondern auch wo sie vorkommen, wie sie brüten und was auf ihrem Speiseplan steht. Hört man einen Vogel nur singen, kann ihn jedoch zwischen den Blättern eines Baums oder Strauchs nicht ausmachen, ermöglicht eine App oder das Internet, den Gesang ohne grossen Aufwand einem Vogel zuordnen.

Ideal ist ein Lebensraum mit einheimischen Pflanzen

Oliver Gardi, Präsident des VNSG unterstützt diese Aktion. Er hofft, dass die Leute dadurch für ihre natürliche Umgebung sensibilisiert werden und bewusster beobachten, was vor der eigenen Haustür vor sich geht. Sie sollen erkennen, wie wichtig ein naturnah gestalteter Garten für die Vögel ist. Die gefiederten Geschöpfe sind auf einen Lebensraum angewiesen, der ihnen ausreichend Nahrung, aber auch Schutz vor Fressfeinden bietet.

BirdLife gibt in einer Broschüre Tipps und Empfehlungen, wie man einen Garten mit einem vielfältigen Lebensraum gestaltet, der nicht nur Vögeln sondern auch Insekten und andere Kleinlebewesen zu gut kommt. Blumenwiesen, heimische Bäume, Sträucher und Blütenpflanzen bieten eine ideale Umgebung.

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