Vebo-Genossenschaft
Die Vebo-Genossenschaft verleiht erstmals Preise an Unternehmen

Erstmals verleiht die Vebo-Genossenschaft je einen Preis für Wertschöpfung und für Innovation. Man berücksichtigte nur Unternehmen, welche mindestens einen geschützten Arbeitsplatz in der «Vebo» durch ihren Auftrag auslasten.

Alois Winiger
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Innovationspreis (v.l.): Jürg Wegmann, ETA Grenchen; Stefan Meier, Teuscher Kunststoff-Technik, Grenchen; Beat Sägesser, Spirig Pharma, Egerkingen; Thomas Wechsler, EuropTec, Oftringen; Christoph Regamey, Trisa Accessoires, Triengen (Preisträger). Fotos: zvg

Innovationspreis (v.l.): Jürg Wegmann, ETA Grenchen; Stefan Meier, Teuscher Kunststoff-Technik, Grenchen; Beat Sägesser, Spirig Pharma, Egerkingen; Thomas Wechsler, EuropTec, Oftringen; Christoph Regamey, Trisa Accessoires, Triengen (Preisträger). Fotos: zvg

«Ziel und Zweck dieser Preisverleihung ist die Würdigung von Unternehmen, welche mit Aufträgen beziehungsweise Arbeit dazu beitragen, dass die Vebo ihren Zweck, die Förderung der Eingliederung durch Produktion, erfüllen kann», erklärt Vebo-Direktor Martin Plüss zum Anlass dieser erstmaligen Preisvergabe. «Preise erhalten jene Firmen, die durch ihren Auftrag mindestens einen geschützten Arbeitsplatz auslasten.» So wurden je fünf Firmen nominiert, basierend auf einer Messperiode 4. Quartal 2011 bis 3. Quartal 2012. Beim Wertschöpfungspreis geht es um bestehende Kunden, beim Innovationspreis um Daueraufträge von Neukunden. Schon jetzt steht fest, dass diese Preise auch nächstes Jahr verliehen werden, und zwar an der HESO. Die Vebo-Genossenschaft wird in Solothurn anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums eine Sonderausstellung belegen.

Schenker und Trisa

Die Nomination der Firmen nahm eine Jury vor, bestehend aus Roland Fürst, Direktor Solothurner Handelskammer; Beat Lorétan, Präsident Vebo-Verwaltungsrat; Andreas Gasche, Geschäftsführer Solothurnischer Gewerbeverband, sowie das Kader und Mitarbeitende der Vebo-Genossenschaft. Mit dem Wertschöpfungspreis ausgezeichnet worden ist die Schenker Storen AG, Schönenwerd. Ferner waren nominiert: IBC Wälzlager GmbH, Solms Oberbiel D; Migros Verteilbetrieb Neuendorf AG, Neuendorf; Planzer AG, Härkingen; Unifil AG, Niederlenz.

Den Innovationspreis erhielt die Trisa Accessoires AG, Triengen. Nominiert waren ferner: Eta SA, Grenchen; EuropTec AG, Oftringen; Spirig Pharma AG, Egerkingen; Teuscher Kunststoff-Technik AG, Grenchen.

Grosses Lob von Regierungsrätin

Delegationen der nominierten Firmen waren zu einer feierlich gestalteten Preisverleihung in die Vebo nach Oensingen eingeladen worden. Auch Esther Gassler, Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements, besuchte den Anlass. Sie bezeichnete die Vergabe dieser Preise als echte Innovation im Bereich der Imagewerbung. Kunden müssten nicht nur gefunden, sondern auch gepflegt werden. «Die Vebo ist nicht einfach eine geschützte Werkstatt und schon gar nicht ein subventionierter Betrieb», sagte Gassler. «Die Vebo will nicht einfach Leute beschäftigen, sondern bringt ihren behinderten Mitarbeitenden eine hohe Wertschätzung entgegen, indem sie sie am Wertschöpfungsprozess teilnehmen lässt.» Und die Firmen, welche die Vebo in ihrem Bestreben unterstützen, würden dadurch Verantwortung für die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft wahrnehmen. Esther Gassler rief die anwesenden Delegationen der Firmen dazu auf, weiterhin oder sogar noch vermehrt diese Verantwortung wahrzunehmen.

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