Radsport
Die Tour de Suisse im Kanton Solothurn: Im Niederamt war Schweizer Meister Dillier noch ganz vorne

Zahlreiche Zuschauer trotzen dem Nieselregen und feuern die Velofahrer auf dem kurzen Solothurner Abschnitt der Tour de Suisse 2018 zwischen Wöschnau und Walterswil an. Mit gutem Grund, denn zwei Schweizer spielen eine entscheidende Rolle.

Jakob Weber
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Zwei Stunden vor dem Spektakel ist auf dem Grod kurz nach Walterswil noch nichts von der Tour de Suisse zu spüren.
48 Bilder
In Däniken warten Edelfan Esther schon seit 11.30 auf ihre Lieblinge.
Das Militär ist vor Ort und sperrt die Strassen zehn Minuten vor dem Eintreffen der ersten Fahrer für den Verkehr.
Das Militär sperrt den Verkehr und erklärt den Passanten wieso. 120 Wkler sind im Einsatz.
Sacha und Franziska machen es sich ebenfalls schon gemütlich. Die Wartezeit überbrücken sie mit Bier und Chips.
Kollege Andreas (rechts) hat wegen der Tour de Suisse extra freigenommen.
Auch der kleine Luca darf samt Mama, Opa, Oma und Geschwisterchen die Tour de Suisse verfolgen.
Eine halbe Stunde vor der Ankunft der Radprofis säumen schon zahlreiche Schaulustige den Streckenrand.
Zuschauer am Wegensrand in Däniken
Zuschauer am Wegensrand in Däniken
Zuschauer am Wegensrand in Däniken
Dem einsetzenden Regen trotzen die Zuschauer.
Zum Glück gibt es Regenschirme.
Endlich kommt der erste Fahrer...
Die Spitzengruppe wird am Kreisel in Däniken vom Schweizer Meister Silvan Dillier angeführt.
Mit in der Ausreissergruppe dabei auch: Christopher Juul Jensen (MTS/DEN), Nans Peters (ALM/FRA), Nathan Brown (EFD/USA), Mark Christian (ABS/GBR) und Paul Ourselin (TDE/FRA).
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
So zischt die Spitzengruppe durch Däniken.
Jetzt heisst es sechs Minuten warten, bis der Rest des Feldes in Däniken ist.
Sechs Minuten sind vergangen: Das Peloton wird am Däniker Kreisel vom Team BMC mit Leader Stefan Küng (in gelb) angeführt.
Das Peloton wird am Däniker Kreisel vom Team BMC mit Leader Stefan Küng (in gelb) angeführt.
Das Peloton wird am Däniker Kreisel vom Team BMC mit Leader Stefan Küng (in gelb) angeführt.
Das Peloton wird am Däniker Kreisel vom Team BMC mit Leader Stefan Küng (in gelb) angeführt.
Schwupp und schon sieht man Küng und seine Genossen nur noch von hinten.
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Tour de Suisse im Niederamt
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Das Peloton am Däniker Kreisel
Auch beim Kebabladen an der Ecke hat man eine Pause eingelegt, um der Tour zuzuschauen.
Hinter dem Peloton folgen die Materialwagen der Teams.
Hinter dem Peloton folgen die Materialwagen der Teams.
Hinter dem Peloton folgen die Materialwagen der Teams.
Dieser Winkemann sorgt dafür, dass kein Fahrer in die Verkehrsinsel fährt. Sobald der Tross vorbei ist, überholt er das Feld und stellt sich auf einer neuen Insel wieder auf.
Ein Nachzügler. Er wird den Anschluss ans Feld vermutlich noch schaffen.
Den Schluss mach der Besenwagen. Mit zwei echten Besen :-)

Zwei Stunden vor dem Spektakel ist auf dem Grod kurz nach Walterswil noch nichts von der Tour de Suisse zu spüren.

Jakob Weber

Nach einem Jahr Pause führt die Tour de Suisse auf ihrem längsten Teilstück von Gansingen (AG) nach Gstaad (BE) wieder durch den Kanton Solothurn. Zwar nur kurz, aber immerhin.

Für die 12,2 Kilometer von Wöschnau über Schönenwerd, Gretzenbach, Däniken und übers Grod hinauf nach Walterswil brauchen die 147 Veloprofis am Dienstag nur knapp 20 Minuten. Für die zahlreichen Zuschauer am Wegesrand dauert das Spektakel sogar nur wenige Sekunden. Trotzdem säumen sie die Strecke auch bei Regen zahlreich und gut gelaunt. Ein Augenschein.

11.30 Uhr: In Walterswil deutet zwei Stunden vor der Ankunft nichts darauf hin, dass hier heute das Peloton durchbraust. Ein Bauer mäht seinen Rasen. Machen Sie das, weil gleich die Tour de Suisse vorbei kommt? «Nein, die Kühe haben Hunger.»

11.50 Uhr: In Däniken hat sich Esther aus Winznau bereits in Position gebracht. Sie wartet vor dem Kreisel auf die Tour. Seit Kindesbeinen steht sie immer, wenn die Tour de Suisse durch die Region fährt, am Wegesrand. «Es ist doch viel interessanter, live dabei zu sein, als das Ganze am Fernseher zu verfolgen», sagt sie und fügt hinzu: «Das Grod ist schon ein steiler Cheib. Die Veloprofis flitzen da in fünf Minuten hoch. Das bewundere ich.»

12.15 Uhr: Am Kreisel in Däniken steigt das Militär aus einem Kleinbus. Fünf WK-ler bringen sich in Position, um rechtzeitig die Strasse für den Verkehr sperren zu können. Rund 130 Soldaten sind insgesamt bei der Etappe im Einsatz. Wenn das Feld vorbei ist, überholen sie es und sperren den Verkehr an weiteren Posten erneut. «Manchmal wird das ziemlich knapp», sagt einer und grinst schelmisch.

12.35 Uhr: Mitten im Verkehr versteckt passiert jetzt die Werbekaravane das Feld. Manch einer übersieht sie, nur gelegentlich hält ein Auto kurz, damit Werbegeschenke verteilt werden können. Esther bekommt eine Mini-Kuhglocke und eine Kappe und ist glücklich. «Jetzt hab ich schon zehn Tour-de-Suisse-Chappli.»

12.50 Uhr: Immer mehr Menschen warten am Strassenrand auf die Velofahrer. Rund um den Däniker Kreisel stehen etwa 50 Personen am Strassenrand. Jeder Hobby-Velofahrer, der zufällig vorbei kommt, wird frenetisch bejubelt. Franziska und Sacha haben Chips und Bier dabei, um die Wartezeit zu überbrücken. Ihr Kollege Andreas hat extra freigenommen, um dabei zu sein, wenn die Tour de Suisse durch seine Heimat fährt.

13.15 Uhr: Es beginnt zu regnen. Doch kaum einer geht nach Hause. Stattdessen werden Regenschirme aufgeklappt. Das schlechte Wetter tut der guten Stimmung keinen Abbruch.

13.30 Uhr: Ein Auto mit grünen Warnlichtern braust vorbei. Das Signal für die Soldaten, die Strasse zu sperren. Der Verkehr ist drei Minuten später erloschen.

13.40 Uhr: Angeführt vom Schweizer Meister Silvan Dillier rauscht eine sechsköpfige Spitzengruppe durch Däniken. Nach nicht mal 30 Sekunden sind sie rechts in Richtung Walterswil abgebogen und nicht mehr zu sehen.

13.46 Uhr: Jetzt kommt das Peloton. Angeführt vom Schweizer Team BMC und dem Leader aus dem Thurgau Stefan Küng rollt das Feld durch Däniken. Einige wenige nehmen beim Kreisel den weiteren weg rechtsherum. Kurz nach dem Peloton folgt der Besenwagen, der mit zwei echten Besen ausgestattet ist. Er ist auch das Signal für die Soldaten, die Strecke wieder freizugeben.

13.47 Uhr: Der Spass ist vorbei. Haben Sie einen der Fahrer erkannt? «Nein, war aber trotzdem schön.» Ein Schweizer war ganz vorne. «Umso schöner.»

17.20 Uhr: Dilliers Ausreisserkollege Juul Jensen rettet wenige Sekunden Vorsprung vor dem Hauptfeld ins Ziel und gewinnt die Etappe vor Michael Matthews und Yves Lampaert. Stefan Küng kam mit dem Peloton ins Feld und trägt auch heute auf dem Weg nach Leukerbad das gelbe Leadertrikot.