Kanton Solothurn

Die Suche nach «dem lieben Geld» beschäftigt die Fachstelle Benevol

Benevol Solothurn will die Qualität der Freiwilligenarbeit sicherstellen.

Die Einwohnergemeinden des Kantons Solothurn werden bei der Integrationsarbeit durch Benevol, die Fachstelle für Freiwilligenarbeit, unterstützt.

Die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Benevol Solothurn als Drehscheibe der Freiwilligenarbeit wächst und auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden entwickelt sich positiv. Gleichzeitig ist aber die Finanzierung der Institution nach wie vor nur kurzfristig gesichert. So lautet das Fazit der Standortbestimmung, die an der Mitgliederversammlung in Solothurn publik gemacht wurde.

Um den umfangreicher und komplexer werdenden Aufgaben gerecht zu werden, habe sich Benevol Solothurn schier zu einer «kleinen KMU» gemausert, stellte Präsident Beat Gygax vor den anwesenden Mitgliedervertreterinnen und -vertretern fest. Vom Amt für soziale Sicherheit (ASO) war Christian Bachmann zugegen.

Suche nach dem «lieben Geld»

An Aufgaben mangle es Benevol in absehbarer Zukunft nicht, allerdings sei es bislang nicht gelungen, die entsprechende nachhaltige Finanzierung zu gewährleisten. Mit der Aussage, die gefühlte Hälfte der präsidialen Arbeit betreffe das «liebe Geld», brachte Beat Gygax die belastende Situation auf den Punkt. Gleichzeitig seien aber das Wirken der Benevol-Fachstelle, namentlich der beiden Stelleninhaberinnen Rosmarie Wyss und Fabienne Besmer, wie auch die Zusammenarbeit mit den involvierten Organisationen und – last but not least – den Freiwilligen konstruktiv und effizient, wofür er sich herzlich bedankte.

Im letzten Jahr prägte der durch die Migrationsbewegungen bewirkte Integrationsbedarf die Aufgaben für Benevol wesentlich mit, wie Rosmarie Wyss erläuterte. Dem Auftrag des ASO Folge leistend, habe Benevol die Gemeinden in der Arbeit mit Freiwilligen unterstützt. Um das freiwillige Engagement zu fördern, sei ein aktives Bemühen der Gemeinden für attraktivere Rahmenbedingungen nötig, betonte Rosmarie Wyss; Benevol verfüge über die entsprechenden Instrumente und wolle diese bei den Einwohnergemeinden noch bekannter machen.

Zur Förderung einer zuverlässigen Freiwilligenarbeit unterstützte der Kanton die Benevol-Fachstelle bislang aus Mitteln des Lotteriefonds. Aktuell laufen Bestrebungen, ein längerfristiges Finanzierungskonzept unter Einbezug der Gemeinden zu kreieren. Für das laufende Jahr hat der VSEG (Verband Solothurner Einwohnergemeinden) Benevol einen Beitrag von 80'000 Franken aus dem Pool der freiwilligen Sozialbeiträge der Gemeinden zugesprochen.

Die Rechnungsführung war neu zu besetzen, weil Irène Fischer nach achtjährigem Einsatz von dieser Aufgabe entlastet zu werden wünschte. Ebenso demissionierte sie auch als Vorstandsmitglied. Willfried Epprecht würdigte und verdankte das wertvolle Engagement von Irène Fischer herzlich. Die Rechnung wird künftig extern geführt; beauftragt ist Luca Flury (Treuwerk A, Dornach). Auch die Revisionsstelle wurde neu bestimmt: Anstelle der Treuhänderin Anita Lehmann, die das Mandat nach 12-jährigem Wirken zurückgab, wird die Spiegel Treuhand AG in Kappel die Rechnung revidieren.

Den Schlussakzent setzte Manuel Stolz, Präsident der Nez-Rouge-Sektion Solothurn/Oberaargau mit seinem eindrücklichen Referat über die zunehmend beanspruchte Dienstleistung der Organisation. (ksr)

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