Statistik

Die Statistik zählt wieder 1721 Solothurner mehr

Die Solothurner Bevölkerung ist gewachsen.

Die Solothurner Bevölkerung ist gewachsen.

Ende 2019 lebten im Kanton Solothurn insgesamt 276'469 Menschen. Das sind genau 1'721 mehr als ein Jahr zuvor. Dies entspricht erneut einem Wachstum von 0.6%.

Das Bevölkerungswachstum 2019 liegt mit 0,6 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.
Der Kanton Solothurn verzeichnet ein moderates Bevölkerungswachstum. Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl um 1721 Personen oder 0,6 Prozent gestiegen. Am Stichtag 31. Dezember 2019 lebten 276469 Personen im Kanton.

Wie die vom Amt für Finanzen publizierte Statistik zeigt, lässt sich im Kanton aktuell kaum von einer Masseneinwanderung sprechen. Zu Beginn der 1970er-Jahre etwa war ein weitaus markanterer Anstieg der Wohnbevölkerung registriert worden, worauf ein rezessionsbedingter Rückgang folgte, bis dann in den 1990er-Jahren wieder ein jährliches Wachstum von mehr als einem Prozent registriert wurde, das sich dann in den 2000er-Jahren wieder sukzessive abschwächte. Der Zuwachs im vergangenen Jahr um 0,63 Prozent entspricht exakt dem Wachstum im Vorjahr. Richtig ist, dass die ausländische Wohnbevölkerung stärker zunimmt als die einheimische.

2019 betrug die Zuwachsrate bei Einwohnern mit einem ausländischen Pass 1,6 Prozent, die Zahl der im Kanton wohnhaften Schweizerinnen und Schweizer hat nur um 0,3 Prozent zugenommen. Aktuell liegt der Ausländeranteil im Kanton Solothurn bei 23,3 Prozent. Der grösste Teil (44588 Personen oder 16 Prozent der Wohnbevölkerung) verfügt über eine Niederlassungsbewilligung, die vorläufig Aufgenommenen machen mit 1597 Personen knapp 0,6 Prozent, Asylsuchende mit 533 Personen 0,2 Prozent der Kantonsbevölkerung aus.

Über den ganzen Kanton betrachtet erweist sich die Bevölkerungsentwicklung als mehr oder weniger gleichmässig. Ein Rückgang der Einwohnerzahl ist in keinem Bezirk zu verzeichnen. Mit Wachstumsraten von leicht unter beziehungsweise nur knapp über 0,2 Prozent liegen die ländlichen Bezirke Bucheggberg und Thal aber doch recht deutlich unter dem kantonalen Durchschnitt. Das verhältnismässig stärkste Bevölkerungswachstum verzeichnete im vergangenen Jahr das schon länger als eigentlicher Wachstumspol des Kantons identifizierte Gäu. In absoluten Zahlen bleibt Olten mit 55930 Einwohnern der bevölkerungsreichste Bezirk, gefolgt vom Wasseramt mit 52 375 und dem Leberberg mit 46376 Einwohnern.

Die grösste Gemeinde im Kanton ist mit 18501 Einwohnern weiterhin die Stadt Olten. Die Dreitannenstadt verzeichnete im vergangenen Jahr aber mit einem Plus von 0,23 Prozent das schwächste Wachstum der drei Städte. In Solothurn lebten zum Jahreswechsel 17020 Menschen und damit 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, in Grenchen liegt der Bevölkerungszuwachs mit 79 neuen Einwohnern auf 17595 Personen bei 0,5 Prozent.

Eine ganze Reihe von Solothurner Gemeinden musste im vergangenen Jahr aber auch einen Rückgang der Bevölkerungszahl und damit der Steuerzahler zur Kenntnis nehmen. 36 sind es an der Zahl. Recht markant ist die Entwicklung etwa in Gänsbrunnen, wo drei Einwohner weniger gleich einen Rückgang der Bevölkerungszahl um 3,5 Prozent bedeuten. In Welschenrohr machen 36 Einwohner weniger ebenfalls über 3 Prozent aus, genauso wie in Zullwil, wo mit 23 Einwohnern weniger die Bevölkerungszahl um 3,4 Prozent geschrumpft ist.

Was die demografische Entwicklung angeht, ist die Situation im Kanton Solothurn zumindest nicht dramatischer als anderswo. Grundsätzlich hat sich die Alterung der Wohnbevölkerung auch hier im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt, aber: Erstmals seit langem ist der Anteil der über 65-Jährigen an der gesamten Wohnbevölkerung leicht von 19,5 auf 18,6 Prozent zurückgegangen und der Anteil der unter 20-Jährigen von 19 auf 20 Prozent gestiegen. Der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren allerdings ist erneut leicht von 61,5 auf 61,4 Prozent gesunken. (mou)

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