«Drei Kündigungen auf Direktionsstufe innerhalb eines Jahres, dazu stellen sich doch einige Fragen», fand Kantonsrätin Luzia Stocker (SP, Olten) und reichte dazu eine Kleine Anfrage an den Regierungsrat ein.

Die Rede ist von der Solothurner Spitäler AG (soH): Am 25. April gab diese bekannt, dass Sibylle Schürch, Direktorin der Psychiatrischen Dienste, und Lars Neeb, Direktor des Bürgerspitals Solothurn, die soH per Ende April – also per sofort – verlassen würden. «Grund für die beiden Austritte sind unterschiedliche Vorstellungen in der Unternehmensführung», hiess es. Die Juristin Schürch hatte ihren Posten am 1. Januar 2014 angetreten, der Ökonom Neeb am 1. Februar; die beiden blieben also nur vier beziehungsweise drei Monate bei der soH.

Am 24. September folgte die Mitteilung, dass mit dem seit Juni 2010 amtierenden Ärztlichen Direktor Peter Dür auf Ende 2014 ein drittes Mitglied der Geschäftsleitung die soH verlassen wird. In diesem Fall wurde Dürs Wunsch nach einer «beruflichen Neuorientierung» als Grund angegeben und der Weggang «sehr bedauert».

Wenig Informationsgehalt

Mit acht Fragen versuchte Luzia Stocker in Erfahrung zu bringen, was da los sei. Für den Personalbereich sei die soH selbst zuständig, erklärt nun der Regierungsrat und liess sieben Fragen direkt durch die soH beantworten. Entsprechend bescheiden fiel der Informationsgehalt der Auskünfte aus.

Zwischen den drei Kündigungen bestehe «kein Zusammenhang», heisst es vonseiten der soH. Die Kündigungen verursachten «keine Mehrkosten» – Abgangsentschädigungen seien keine ausgerichtet worden. Alle drei Austritte hätten «keinen direkten Einfluss» auf die internen Abläufe.

Keine Namen und Daten fallen auch auf die Frage nach den definitiven Nachfolgelösungen. Für die Psychiatrischen Dienste könne diese «in den nächsten Wochen» realisiert werden, im Fall des Bürgerspitals benötige es «noch etwas Zeit». Über die Neubesetzung der Stelle des Ärztlichen Direktors seien der Verwaltungsrat und der CEO «im Gespräch».

Selbst beantwortet hat die Regierung einzig die Frage nach den Auswirkungen der vom Kanton beschlossenen Sparmassnahmen: Diese könnten «teilweise zu einer Verunsicherung bei Mitarbeitenden» führen. (cva)