Reisen
Die Solothurner zieht es diesen Frühling in Europas Metropolen – ausser Paris

Vom 9. bis 20. April sind im Kanton Solothurn Frühlingsferien angesagt. Doch was unternehmen die Solothurner in diesen zwei Wochen? Die regionalen Reisebüros kennen die Antwort: Städte-Trips.

Alexandra Just
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«Momentan sind vor allem Städtereisen gefragt», so Corinna Weber vom Reisebüro Travellino in Solothurn. Londons steht hoch im Kurs.

«Momentan sind vor allem Städtereisen gefragt», so Corinna Weber vom Reisebüro Travellino in Solothurn. Londons steht hoch im Kurs.

Keystone

Im sonst mit Schülerinnen und Schülern überfüllten Bus kann man sich den Sitzplatz plötzlich aussuchen und auf den unzähligen Sitzbänken entlang der Aare sonnt sich das Volk bereits ab den frühen Nachmittagsstunden in der noch schüchternen Frühlingssonne. Beides eindeutige Indizien dafür, dass im Solothurnischen zurzeit Frühlingsferien angesagt sind. Doch was fangen Herr und Frau Solothurner mit ihrer zweiwöchigen Freiheit so an?

Die regionalen Reisebüros kennen die Antwort hierfür. «Momentan sind vor allem Städtereisen gefragt», so Corinna Weber vom Reisebüro Travellino in Solothurn. Rom, Madrid und Barcelona gelten dabei als Topschlager unter den bereisten Städten. Aber auch weniger sonnig gelegene Metropolen wie London, Amsterdam oder Paris seien beliebt, ergänzt Weber. Wobei Paris wegen des anhaltenden Bahnstreiks einen deutlichen Rückgang an Buchungen habe einstecken müssen.

Dass Frühlingszeit ein Synonym für Städtereisen-Zeit ist, bestätigt Stefanie Aebischer, Filialleiterin des Kuoni-Reisebüros in Solothurn. Dabei erlebe die englische Hauptstadt nach einer kürzeren Flaute ein regelrechtes Revival und auch nach Wien ziehe es viele Solothurner, weiss Aebischer.

Auch Wien steht auf der Liste der Frühlingsferiendestinationen.

Auch Wien steht auf der Liste der Frühlingsferiendestinationen.

Keystone

Kanaren und Emirate im Trend

Für die Urlauber, die es nicht in Städte zieht, sind hingegen Badeferien angesagt: «Die Kanarischen Inseln sowie die Vereinigten Arabischen Emirate liegen momentan sehr im Trend», berichtet Filialleiterin Aebischer. Dies sicher unter anderem deswegen, weil dort die Temperaturen bereits im Frühjahr angenehm hoch und das Wetter relativ sicher sei.

Den Oltnern scheint «relativ» allerdings noch nicht sicher genug zu sein, um bereits nur aufs Baden zu setzen. «Man kann sagen, dass unsere Kundschaft im Frühling eher ‹geit ga reise›, als dass sie klassische Badeferien macht», bilanziert Karin von Ins vom Oltner Reisebüro Hauri Reisen. Wohin die Oltner denn stattdessen verreisen würden? «Querbeet», antwortet Karin von Ins sogleich. Hamburg, Wien, Mallorca – die Orte, an welchen die Reisebürokunden ihre Frühlingsferien verbringen, liegen tatsächlich «querbeet» verstreut.

Als weitere stets beliebte Destination nennt Christina Habegger vom Reisebüro Vasellari in Grenchen Themenparks, wie den Europapark oder das Disneyland in Paris. «Für Familien mit Kindern sind diese Parks jeweils ein super Ausflugsort im Frühling und im Herbst.»

Beliebtes Ausflugsziel: Der Europapark.

Beliebtes Ausflugsziel: Der Europapark.

HO/Europapark

Was die Anzahl der Buchungen betrifft, würden sich Frühlings- und Herbstferien etwa die Waage halten, schätzt Aebischer vom Kuoni-Reisebüro. Gleiches gilt für das Buchungs-Verhalten der Ferienkünstler auch aus dem Kanton Solothurn. Das Motto lautet: Je früher desto besser.

Die Mehrheit der Reiselustigen buche ihre Ferien nämlich immer weiter im Voraus, beschreibt Stefanie Aebischer und nennt auch gleich den Grund dafür: «Je früher man bucht, desto interessanter sind die Preise.»

Sommer: Meer, Meer, Meer

Während für den Durchschnittsschweizer die Sommerferien noch in weiter Ferne liegen, so sind sie für die Reisebüros gewissermassen schon vorbei oder zumindest arbeitstechnisch erledigt. «Der Sommer ist gut gebucht», so Christina Habegger vom Grenchner Vasellari-Reisebüro auf die Frage, wie es um die kommende Feriensaison stehe. Mittelmeer, die Balearen und die griechischen Inseln – so lauten die populärsten Sommerdestinationen der Solothurner. Und nicht zu vergessen: «Kreuz- und Flussfahrten! Das ist etwas, das immer läuft», berichtet Habegger über einen wahren «Dauertrend».