Wirtschaftslage
Die Solothurner Wirtschaft wächst langsamer

Die Wirtschaft im Kanton Solothurn ist zwar solide unterwegs. Im Vergleich zur Gesamtschweiz hinkt der Kanton aber hinten nach.

Franz Schaible
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2013 erwirtschaftete die Solothurner Wirtschaft einen «Gesamtumsatz» an Güter und Dienstleistungen von rund 15,7 Milliarden Franken; (Symbolbild)

2013 erwirtschaftete die Solothurner Wirtschaft einen «Gesamtumsatz» an Güter und Dienstleistungen von rund 15,7 Milliarden Franken; (Symbolbild)

Keystone

Das ist dem gestern publizierten Bericht der Wirtschaftsförderung zur Konjunktur zu entnehmen. So wird darin für das laufende Jahr eine Zunahme der gesamten Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent und für das kommende Jahr eine solche von 1,6 Prozent vorausgesagt. Damit liegen die Prognosen um gut 0,5 Prozentpunkte unter den nationalen Schätzungen. «Auch mittel- und langfristig wird sich die Solothurner Wirtschaft solide, aber spürbar unter dem Schweizer Durchschnitt entwickeln», heisst es im Bericht weiter.

Ein Blick zurück zeigt, dass diese Entwicklung nicht neu ist. Laut dem Konjunkturbericht ist die Wirtschaft landesweit zwischen 2000 und 2008 mit jährlich durchschnittlich 2 Prozent gewachsen, während das kantonal-solothurnische Bruttoinlandprodukt (BIP) lediglich um 1,2 Prozent pro Jahr zulegte. Einzig in den Jahren 2010 und 2011 wuchs Solothurn stärker als die Schweiz. 2013 erwirtschaftete die Solothurner Wirtschaft einen «Gesamtumsatz» an Güter und Dienstleistungen von rund 15,7 Milliarden Franken; dies entspricht einem Anteil von 2,6 Prozent am schweizweiten Bruttoinlandprodukt (BIP) von rund 600 Milliarden Franken.

Tieferes BIP pro Kopf

Das BIP pro Kopf lag im Jahr 2011 bei gut 60 000 Franken. Im interkantonalen Vergleich belegte Solothurn Rang 14. An der Spitze des Rankings lagen die Zentrumskantone Basel, Genf und Zürich sowie Zug, wo die wertschöpfungsintensivsten Branchen wie die Pharma-Industrie, der Rohstoffhandel oder die Finanzwirtschaft überdurchschnittlich vertreten seien, heisst es im Bericht weiter.

In diesen Kantonen lag das BIP pro Kopf zwischen 95 000 und fast 160 000 Franken. Im landesweiten Durchschnitt waren es 74 000 Franken.

99,8 Prozent sind KMU

Interessant ist die im Bericht dargestellte Unternehmensstruktur. Demnach stellen die Mikrobetriebe (mit weniger als zehn Vollzeitbeschäftigten) 92 Prozent aller Unternehmen. Insgesamt zählen 99,8 Prozent aller Firmen zur Gruppe der KMU. Nur gerade 0,2 Prozent sind Grossbetriebe mit über 250 Angestellten. Diese Firmen sind aber relevant, bieten sie doch Arbeitsplätze für rund ein Viertel der im Kanton Solothurn beschäftigten Personen.

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