Blaskapellen-Treffen
Die Solothurner spüren die Konkurrenz

Musikgruppen aus Messen, Oensingen und Niederbuchsiten traten im nationalen Wettbewerb der Interessensgemeinschaft Schweizer Blaskappellen an.

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Beim Auftritt in Naters: Die Blaskapelle der Musikgesellschaft Niederbuchsiten unter Leitung von Hans Kurth.

Beim Auftritt in Naters: Die Blaskapelle der Musikgesellschaft Niederbuchsiten unter Leitung von Hans Kurth.

Zur Verfügung gestellt

Seit 1993 gibt es die Interessengemeinschaft Schweizer Blaskapellen (ISB) und sie führt regelmässig Treffen mit Wettbewerbscharakter durch. Die 20. Auflage des Treffens hat in Naters VS stattgefunden; 31 Formationen nahmen teil, drei davon aus dem Kanton Solothurn.

Die Blaskapelle MG Niederbuchsiten bezeichnet sich als Brass Band. Solche treten aber in der Regel mit einer Besetzung von 28 Bläsern plus Schlagzeug auf. Weil Niederbuchsiten derzeit nur 14 Aktive zählt, hat man sich als Blaskapelle organisiert und spielt seit einiger Zeit gerne Musik im böhmisch-mährischen Stil. In Naters ging die Kapelle zum zweiten Mal an den Start des schweizerischen Treffens und erreichte das beste Resultat in der Unterstufe mit einem Abstand von 23,5 Punkten auf die zweitplatzierte Formation.

Mit Profis konkurrieren

In der Mittelstufe erreichten die Bechburg Musikanten Oensingen den 12. Rang (von 17 Formationen). Seit der Gründung im Jahr 2001 machen sie am Wettbewerb mit und führten diesen 2010 in Oensingen durch.

Die 1985 gegründete Buremusig Messen trat mit 12 weiteren Kapellen in der Oberstufe an und kam auf Rang 11. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Messener in dieser Kategorie mit berühmten Spitzenformation wie die Dorfspatzen Oberägeri (Rang 3) konkurrierten oder Lublaska (Luzerner Blaskapelle), die schon mehrfach und auch diesmal wieder gesiegt hatte. Sie setzt sich zu einem schönen Teil aus Profimusikern zusammen, mit dabei ist zum Beispiel Oliver Waldmann aus Hägendorf (Flügelhorn).

Wozu die Gemeinschaft dient

Volkstümliche Blasmusik hat in der Schweiz eine lange Tradition, war jedoch nicht strukturiert wie etwa der Blasmusikverband. Aus den vielen Kleinformationen dörflicher Musikvereine und Stadtmusiken sind oft respektable und anerkannte Formationen entstanden. Mit der Gründung der Interessengemeinschaft Schweizer Blaskapellen ISB im Jahr 1993 wurde die Szene in der Schweiz zusammengefasst und demokratischen Richtlinien unterstellt. Die ISB-Mitglieder können seither mitbestimmen, wo die Blaskapellentreffen stattfinden sollen. Ferner nehmen sie Einfluss auf den Wettbewerbsmodus, den Radiowettbewerb sowie auf sämtliche Sachgeschäfte. (wak/mgt)