Jugendpolitwoche
Die Solothurner Jugend redet mit, und zwar digital!

Insgesamt 9 Klassen haben an der Jugendpolitwoche vom 23. – 27. November teilgenommen. Die Jugendlichen aus dem Kanton Solothurn haben ihre Anliegen den digital zugeschalteten Kantonsrätinnen und Kantonsräten vorgestellt und gemeinsam deren Umsetzung besprochen.

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2019 fand der Jugendpolittag noch im Kantonsratssaal statt (im Bild). Heuer digital.

2019 fand der Jugendpolittag noch im Kantonsratssaal statt (im Bild). Heuer digital.

Tom Ulrich

Die Auswirkungen von politischen Entscheiden auf unseren Alltag seien 2020 besonders spürbar. Gerade deswegen war es dem Kanton Solothurn wichtig, der jungen Generation die Möglichkeit zu geben, mitzureden, heisst es in einer Medienmitteilung. Aufgrund der Beschränkungen und Unsicherheit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie wurde im Sommer das neue Format der Jugendpolitwoche ins Leben gerufen. Dies, um die Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14-25 Jahren trotzdem zu ermöglichen.

Die Corona-Pandemie erforderte auch vor dem Start der Jugendpolitwoche eine grosse Flexibilität der Lehrer, Schüler und der Kantonsrätinnen und Kantonsräten. Da die zuständige kantonale Behörde von Besuchen in den Schulen dringend abgeraten hatte, wurde die Jugendpolitwoche mittels Videokonferenzen umgesetzt.

Im Vorfeld der Jugendpolitwoche konnten die Schüler und Schülerinnen während der Kampagne «Red mit!» ihre Anliegen zum Kanton Solothurn auf der Onlineplattform von engage.ch posten. Während dem dreistündigen Workshop mussten die Schülerinnen und Schüler aus den 50 eingereichten Anliegen eine Auswahl treffen, diese Ideen weiterentwickeln und sich Überlegungen zur Umsetzung machen. Insgesamt 18 Mitglieder des Kantonsrates nahmen sich für den Austausch mit den Schülern Zeit, nahmen Stellung zu den Anliegen, gaben Tipps zur Umsetzung und beantworteten allgemeine Fragen zur kantonalen Politik, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Diverse Themen kamen zur Sprache

Aline aus der Kantonsschule Solothurn fordere mehr politische Themen in der Oberstufe, wie etwa LGBT, Klima oder Steuern. Patrick Friker (CVP) und Myriam Frey Schär (Grüne) schlugen vor, in thematischen Workshops solche Anliegen im Schulunterricht zu integrieren. Diese Idee soll nun als kleine Anfrage, vorbereitet durch die Schüler, im Kantonsrat eingereicht werden. Anliegen für den Schulunterricht hatten aber auch anderen Klassen. So wurde auch mehr Allgemeinbildung beziehungsweise eine bessere Vorbereitung auf Alltagsthemen wie zum Beispiel das Ausfüllen der Steuererklärung gefordert.

Das Thema Verkehr wurde ebenfalls in mehreren Klassen diskutiert. Die Berufsschüler im letzten Lehrjahr zu Restaurantfachleuten des GIBS suchten gemeinsam mit Barbara Leibundgut (FDP) und Hardy Jäggi (SP) nach Möglichkeiten den Baseltor Kreisel in Solothurn für Velofahrer zu sichern. Die Klasse E3B der GSU möchte eine Petition auf Gemeindeebene starten, um Jugendlichen ohne Einkommen vergünstige ÖV-Tickets zu sichern. Markus Dietschi (FDP) und Fröhlicher Silvia (SP) erklärten sich bereit, sie beim Verfassen des Petitionstextes zu unterstützen.

Weitere Anliegen bezogen sich auf Freizeiträume für Jugendliche, Recycling von Plastik oder etwa den Ausbau von 5G Antennen. Alle Anliegen können auf www.engage.ch/jugendpolittag nachgelesen werden. (mgt)

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