Mit Schäden durch Naturgefahren sei in Zukunft vermehrt zu rechnen, schreibt die Solothurner Gebäudeversicherung. Einerseits werde immer dichter und an gefährdeten Orten gebaut. Dazu würden Gebäude intensiver genutzt. So stünden im Keller teure Anlagen oder Server und auf den Dächern seien Solaranlagen installiert.

Die neue Webseite schutz-vor-naturgefahren.ch erklärt Hauseigentümer, wie man sein eigenes Haus vor Naturgefahren schützt.

Die neue Webseite schutz-vor-naturgefahren.ch erklärt Hauseigentümer, wie man sein eigenes Haus vor Naturgefahren schützt.

Allein 2015 musste die Solothurner Gebäudeversicherung 11,5 Millionen Franken für Elementarschäden aufbringen. Schuld an den Schäden seien nicht in jedem Fall nur Naturgefahren, sondern auch die Art und Weise, wie gebaut werde, sagte Ruth Furter, Leiterin Elementar bei der SGV, im Regionaljournal Aargau-Solothurn von SRF.

Das Baugewerbe wolle möglichst viele Häuser bauen und das möglichst kostengünstig. Aus Kostengründen würden oft auch günstigere Bauteile verwendet, die auch schadenanfälliger seien. Es könne aber nicht sein, dass die Allgemeinheit über die Gebäudeversicherung immer wieder die gleichen Schäden zahlen soll.

Auf der neuen Plattform www.schutz-vor-naturgefahren.ch können Planer, Wohneigentümer oder Mieter erfahren, ob eine bestimmte Liegenschaft gefährdet ist und wie sie diese schützen können. "Wer den Schutz vor Naturgefahren von Anfang an einplant, kann mit wenig Aufwand viel bewirken", heisst es dazu im Video-Clip.

Die Plattform wurde von den Kantonalen Gebäudeversicherungen geschaffen. Sie ist für jedermann frei zugänglich.