Wirtschaft

Die Solothurner Exportindustrie hat 2013 die Trendwende geschafft

Insbesondere die Uhrenindustrie konnte 2013 ihre Exporte steigern.

Insbesondere die Uhrenindustrie konnte 2013 ihre Exporte steigern.

Dieses Jahr konnte die Solothurner Exportwirtschaft wieder ein Wachstum verzeichnen. So sind die Ausfuhren wertmässig gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Franken gestiegen, wie die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen.

«Die Solothurner Exportindustrie hat 2013 die Trendwende geschafft.» Dies schreibt die Solothurner Handelskammer in ihrem jüngsten Jahresbericht. Demnach sind die Ausfuhren wertmässig gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Franken gestiegen.

In den Jahren zuvor hätten sich die Warenausfuhren aus dem Kanton Solothurn «als Folge der weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen und des anhaltend starken Frankens» tendenziell rückläufig entwickelt. So wurden etwa 2010 Exporte in der Höhe von 5,9 Milliarden Franken getätigt, wie die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen.

Hauptgrund für das überdurchschnittliche Wachstum im abgelaufenen Jahr – schweizweit betrug das Plus nur 0,3 Prozent – sei auf die im Solothurnischen starke Präzisionsindustrie zurückzuführen.

So stiegen die Ausfuhren der Warengruppe «Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie» nominal um fast 20 Prozent. «Die beiden anderen für den Kanton Solothurn wichtigen Exportindustrien zeigten hingegen noch immer eine durchzogene Bilanz», heisst es im Bericht weiter. So entwickelten sich die Warengruppen «Metalle» (minus 3,0 Prozent) und «Maschinen, Apparate, Elektronik» (minus 6,5 Prozent) weiterhin rückläufig.

Europa bleibt wichtigster Markt

Die Aufteilung nach Wirtschaftsregionen bestätigt, dass Europa mit Abstand der wichtigste Markt für die Solothurner Exporteure ist, gingen doch 61,3 Prozent der Ausfuhren in diese Region.

Damit liegt der Anteil über demjenigen der gesamten Schweizer Exportindustrie mit 58,4 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Amerika mit einem Anteil von 18 Prozent und Asien mit 17,2 Prozent. Auf den Rest der Welt entfielen 3,5 Prozent. Die Solothurner Exporte entsprachen 2013 einem Anteil von 2,7 Prozent an den Schweizer Gesamtausfuhren von 201 Milliarden Franken.

Weniger stark gewachsen

Insgesamt deute der Konjunkturindikator der Handelskammer auf «einen soliden Anstieg der kantonalen Wirtschaftsleistung» hin. So dürfte sich 2013 das reale Bruttoinlandsprodukt des Kantons Solothurn um rund 1,5 Prozent erhöht haben.

Nach einem bescheidenen Jahresauftakt sei die Solothurner Wirtschaft im zweiten und dritten Quartal deutlich gewachsen; im letzten Quartal habe sich die Dynamik wieder abgeflacht. Zum «insgesamt positiven Resultat» habe eben die wiedererstarkte Auslandsnachfrage beigetragen.

Aber auch die Binnennachfrage habe sich robust entwickelt. Die Handelskammer erwähnt dazu insbesondere die weiterhin vollen Auftragsbücher in der Bauwirtschaft und die anhaltend steigenden Detailhandelsumsätze. Zum Vergleich: Die Schweizer Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) um geschätzte 2 Prozent.

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