Bauarbeiten
Die schwersten Stützenteile der Weissenstein-Seilbahn sind bereits montiert

Der Russe Kamov ist der grösste Lastenhelikopter der Schweiz. Er machte am Freitag den Anfang und flog die schwersten Stützenteile der neuen Seilbahn auf den Weissenstein. Am Montag übernimmt ein Super Puma den Rest.

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Schaulustige im steilen Terrain der Seilbahnschneise
15 Bilder
Schaulustige im steilen Terrain der Seilbahnschneise
Rolf Studer (Vizepräsident Seilbahn Weissenstein AG), Johannes Sutter (Projektleiter Seilbahn Weissenstein), Beat Musfeld (Projektleiter Garaventa)
Johannes Sutter, Projektleiter Seilbahn Weissenstein
Für diese Arbeit muss man schwindelfrei sein
Einige Schaulustige liessen sich das Spektakel nicht entgehen
Die stützen werden mit riesigen Metallschrauben am Sockel befestigt
Die grösste Metallstütze ist 28m lang
Die Metallstützen werden an den Kamov Helikopter angehängt
Der Kamov Helikopter kann Lasten bis zu 5 Tonnen transportieren
Der kleine Mann bestaunt die grosse Metallstütze
Die ersten Stützenteile für die neue Seilbahn werden auf den Weissenstein geflogen.
Am Morgen mussten die Transportflüge wegen Nebels kurz unterbrochen werden
Das Montageteam bereitet die Stütze für den zweiten Aufsatz vor
Das Montageteam befestigt die Stütze an der Verankerung

Schaulustige im steilen Terrain der Seilbahnschneise

Hanspeter Bärtschi

Manch einer dürfte sich gefragt haben, wo denn das lärmige Rotoren-Geräusch von Freitagmorgen am Weissenstein zuzuordnen war. Antwort: Es gehörte zum grössten Lastenhelikopter der Schweiz – dem Russen Kamov von "Heliswiss International". Der zweimotorige Helikopter flog am Freitag die ersten sechs von insgesamt 17 Stützen der neuen Seiblahn auf den Weisenstein. Da der Kamov ein maximales Hebevermögen von fünf Tonnen hat, wurden heute vor allem die "schweren Teile" auf den Berg geflogen und dort montiert.

Kurz nach acht Uhr wurde so die erste Stütze gestellt, bevor es einen knapp zwei stündigen Unterbruch wegen Nebel gab. Nachdem die Sonne diesen aber durchbrach, ging es zackig. Innerhalb eineinhalb Stunden wurden die restlichen fünf Stützen gestellt.

Projektleiter Johannes Sutter nahm den Unterbruch mit Humor: "Wir haben jetzt fast acht Jahre auf diesen Moment gewartet, da spielen ein paar Stunden auch keine Rolle mehr." Das Spektakel lockte mehrere Dutzend Zuschauer an. Die Passtrasse war aber nicht gesperrt. Die Anwohner waren über die Helikopter-Flüge informiert.

Am 11. August kommt der Super Puma

Am kommenden Montag geht es dann mit einer weiteren spektakulären Bauetappe des Seilbahn-Neubaus weiter: Nämlich werden die restlichen Stützen mit einem Super Puma von Oberdorf an ihren Bestimmungsort geflogen und dort montiert. Die Arbeiten beginnen um 8 Uhr und dauern rund sechs Stunden.

Die Südseite des Weissensteins ist an diesem Tag nicht frei zugänglich: Die Passstrasse ist ab Oberdorf bis auf den Weissenstein gesperrt. Auch die Wanderwege sind nur teilweise offen. Aus Sicherheitsgründen dürfen die markierten Wege nicht verlassen werden.

Es gibt aber verschiedene Besucherzonen; die Beste beim Bahnhof Oberdorf. Auch die Verpflegung kommt dort nicht zu kurz, die Bergbetriebe vom Weissenstein wirten für einmal im Tal. Weitere Besucherzonen befinden sich auf dem Nesselboden (nur zu Fuss ab Oberdorf erreichbar) und auf dem Weissenstein, beim Kurhaus und unterhalb (nur via Gänsbrunnen erreichbar). (sbi)