Beim 26. Weissensteinlauf von der Kantonsschule Solothurn zum Kurhaus Weissenstein hinauf setzten sich mit den amtierenden Berglauf-Schweizer-Meistern Christian Mathys (Bülach) und Martina Strähl (Horriwil) die Favoriten durch. Bei hochsommerlichen Temperaturen beendeten 449 Läuferinnen und Läufer die vorletzte Etappe der Jura-Top-Tour 2016.

Der schnellste Swiss-Pilot

Zwei Wochen nach dem Gewinn seines dritten Berglauf-Titels setzte sich Christian Mathys auch bei der SM-Revanche am Weissenstein souverän durch. Der schnellste Pilot der Fluggesellschaft Swiss distanzierte seine Konkurrenz in gewohnter Manier bereits früh und holte sich mühelos die Goldsprint-Wertung beim Bahnhof Oberdorf.

Schliesslich gewann der 29-jährige Mathys nach 2011, 2012 und 2014 zum vierten Mal am Weissenstein. «Ich erwischte einen guten Start. Aber zwischen dem sechsten und neunten Kilometer hatte ich auf der steilen Passstrasse ein wenig Mühe und die Konkurrenz kam wieder etwas näher heran», sagte Mathys im Ziel.

Am Ende setzte er sich trotz Strapazen durch. Am Vortag hatte er nämlich noch den Türlerseelauf absolviert und als Dritter beendet. Mit über 35 Sekunden Rückstand lief der Jurassier Michael Morand auf den zweiten Platz, der dritte Rang ging an Gilles Bailly. Der gebürtige Obergösger Ex-Inlineskater Severin Widmer wurde Vierter, der Oltner Routinier Konrad von Allmen Siebter.

Martina Strähl zum Neunten

Bei den Frauen gab es ebenfalls keine Überraschungen. «Miss Jura-Top-Tour» Martina Strähl war ihrer Konkurrenz einmal mehr deutlich überlegen. Mit einem Start-Ziel-Sieg inklusive Gewinn des Goldsprints sicherte sich Strähl ihren neunten Erfolg am Weissenstein.

Insgesamt war es ihr 45. Etappensieg bei der Jura-Top-Tour. Strähl betrachtete den gestrigen Lauf als Test für den Jungfrau-Marathon in zwei Wochen in Interlaken. «Es war diesmal ein sehr hartes Rennen, vor allem auch wegen der Hitze», kommentierte Strähl ihren Sieg. Eine Rekordjagd sei bei diesen Temperaturen nicht möglich gewesen: «Am Anfang hatte ich Probleme mit dem Atmen und schwere Beine.

Auf den letzten fünf Kilometern lief es mir dann immer besser, ich fühlte mich wieder relativ gut.» Als Zweite mit fast sechs Minuten Rückstand auf die Siegerin Strähl war die Berglauf-SM-Vierte, die Oberaargauerin Gaby Nyffeler, diesmal vor der SM-Silbermedaillengewinnerin Petra Eggenschwiler, im Ziel.