Bäckerei Felber

Die Pioniere in Sachen Brot feiern ihr 30-Jahr-Jubiläum

Die Bäckerei Felber feiert diese Woche ihr 30-jähriges Jubiläum. Die beiden Besitzer Irène und Pius Riechsteiner zählen zehn Filialen, drei davon im Kanton Solothurn.

Rund eine Tonne Mehl verarbeiten sie täglich in ihrer Produktionsstätte in Langenthal: Die Bäckerei Felber feiert diese Woche ihr 30-jähriges Jubiläum. Ihre erste Filiale eröffneten die beiden Besitzer Irène und Pius Riechsteiner in Olten. Heute zählt das Ehepaar aus Bützberg zehn Filialen, darunter drei im Kanton Solothurn: in Olten, Gerlafingen und Deitingen.

Imperium über Kantonsgrenzen

Im Januar 1987 übernahmen die Riechsteiners die «Reformbäckerei Felber» in Langenthal. Davor wurde sie über zwei Generationen von den Felbers geführt und hatte auch noch keine Filialen. Doch die Bäckerei war schon damals namhaft aufgrund der Pionierleistung als Vollkorn- und Spezialbrothersteller. Und noch heute legt die Felber Bäckerei ihren Schwerpunkt auf die Brotproduktion: Rund 30 verschiedene Sorten werden auf natürlicher Basis, ohne Backhilfsmittel und möglichst mit regionalen Produkten hergestellt.

2003 verlagerten Riechsteiners ihre Produktion von der Langenthaler Bäckerei in die heutige, um einiges grössere Produktionsstätte, die sich auch in Langenthal befindet. Auf 1'100 m² werden nicht nur für die zehn Filialen, sondern auch für Tiefkühlketten, Kantinen und Private Gebäck und Süssigkeiten hergestellt. Insgesamt 160 Mitarbeiter sind in Produktion, Lieferung und Verkauf angestellt. In der Backstube fangen die ersten um 11.30 Uhr an zu arbeiten, denn um 4.45 Uhr sind schon die Chauffeure vor Ort, um alle Filialen zu beliefern. Am weitesten voneinander entfernt sind die Oltner und Gerlafinger Filialen: 40 Kilometer trennen diese.

Grossen logistischen Aufwand

Wie behält man den Überblick über solch ein Imperium? «Dass wir 30 Jahre überstanden haben, hat auch mit den Frauen in unseren Filialen draussen zu tun: Sie sind früh morgens wach, freundlich und stehen hinter dem Betrieb. Das ist nicht selbstverständlich», so Irène Riechsteiner. Doch das Überleben erfordere auch immer wieder Anpassungen. Nachhaltigkeit ist das Stichwort. Dank guter Konsumentenbereitschaft gibt es in vier Filialen das Angebot «Frisch vom Vortag»: Frischware vom Vortag, welche noch in gutem Zustand ist, wird zum halben Preis angeboten. Seit rund zwei Jahren feiert auch der Verkauf von 2. Qualitätsprodukten seinen Erfolg. Pius Riechsteiner erklärt dazu: «Der Erfolg hat mit dem Vernunftsgedanken der Käuferinnen und Käufer zu tun. Alle Schichten nutzen solche Angebote.»

Herausforderungen kennt aber auch die Bäckerei Felber. Gerade das grosse Liefergebiet erfordert einen enormen logistischen Aufwand. Pius Riechsteiner erläutert weiter: «Wir haben in drei verschiedenen Kantonen Filialen. Die Lebensmittelgesetze sind zwar überall dieselben, doch die Handhabung variiert je nach Kanton.» Also müssen gewisse Vorgänge je nach Standort angepasst werden.

Gross, aber familiär

Ab und zu bekomme das Ehepaar Riechsteiner zu hören, ihr Betrieb sei doch keine Bäckerei, sondern eine Fabrik. Irène Riechsteiner widerspricht jedoch: «Wir sind zwar gross, aber familiär.» Man kenne sich untereinander. Es arbeiten sogar mehrere Ehepaare bei der Felber Bäckerei. Ungleich einer Fabrik bereite man zudem den Teig für das Gebäck auch schon am Vortag vor, damit er Aroma entwickelt.

Im Moment herrscht in der Bäckerei Hochbetrieb, denn nebst der normalen Produktion laufen in diesen Tagen auch die Vorbereitungen für das Firmen-Jubiläum. Am kommenden Wochenende finden in Langenthal die grossen, zweitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten statt. Rundgang durch die Produktion, Degustation, Schnäppli-Stand, Gastwirtschaft, Konzert mit «Volxrox», Spiel und Spass und ein grosser Sonntagsbrunch stehen auf dem Plan.

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