Oensingen

Die Pfadi sammelt fleissig für den nächsten Zibelimäret

Auf dem Dachboden befindet sich das Lager der Sammelstücke.

Auf dem Dachboden befindet sich das Lager der Sammelstücke.

Am Samstag fand die von der Pfadi organisierte Sammelaktion für den Flohmarkt am Zibelimäret statt. Dabei kommen alle möglichen Sachen zusammen. Die Einnahmen werden wie jedes Jahr fürs Pfadilager genutzt.

Von einer alten Kartoffelwaage bis hin zu einem Gasgrill. Von einem Teddybären hin zu Hanteln und von Weingläsern bis hin zu einem Zelt: Im Lager der Pfadi Oensingen hat sich anlässlich der Sammelaktion für den Zibelimäret am vergangenen Samstag so einiges zusammengetragen. Immer wieder fahren Leute mit ihren Autos auf dem Pflugerplatz vor, kurz wird geprüft, was alles für den Flohmarkt verwendet werden kann, und dann werden die Gegenstände die Treppe hinauf ins Lager zu allen anderen Sammelstücken getragen.

Auch wertvolle Objekte dabei

Tatsächlich gibt es aber nicht nur brauchbare Sachen: «Ein bisschen Ramsch ist immer dabei», erklärt Dominic Fischer, Abteilungsleiter der Pfadi Oensingen. Am Samstagnachmittag war er derjenige, welcher das Material entgegennahm. Grundsätzlich sei das Material zwar meistens in Ordnung, manchmal müsse man die Leute aber doch darauf hinweisen, dass man keine Mülldeponie sei. Doch nicht nur kaputte Gegenstände, auch wertvolle Objekte seien ab und zu dabei. «Einmal haben wir eine Nähmaschine erhalten, die war uralt, aber in Top-Zustand. Für diese haben wir dann auch einen fantastischen Verkaufspreis ausgehandelt», erinnert sich Fischer.

Zweite Chance oder in die Mulde

Die Sammelaktion für den Zibelimäret ist keinesfalls eine neue. «Den Flohmäret gibt es sicher schon seit den 80ern», weiss Fischer, ein konkretes Startdatum sei ihm aber nicht bekannt. Seit je wird der Flohmarkt von den Herren aus der Pfadi geführt. Die Frauen hingegen machen einen Stand, an dem dieses Jahr Hotdogs verkauft werden. Mit den Einnahmen aus beiden Aktionen zusammen, kann man schliesslich das Pfadilager finanzieren.

Leider lohne sich die Aktion mit dem Flohmarkt aber immer weniger. Dieser Rückgang sei hauptsächlich an den Einnahmen spürbar: «Unsere jetzigen Einnahmen sind um einiges weniger, als noch vor einigen Jahren», sagt Fischer. Dieser Betrag reiche aber immer noch aus, um das Lager zu finanzieren: «Und solange sich ein solches Resultat aus dem Flohmarkt erzielen lässt, wird dieser auch weiterhin durchgeführt», ergänzt der Abteilungsleiter.

Doch was geschieht mit den Sachen, die am Flohmarkt nicht verkauft werden können? «Alte, schöne Dinge werden zurückgestellt und aufbewahrt für den nochmaligen Verkauf im nächsten Jahr», führt Fischer aus. Diejenigen Dinge, welche aber auch im nächsten Jahr wohl niemand mehr kaufen würde, landen aber in einer Mulde.

Zu schön, um sie wegzuwerfen

Eine, die ziemlich jedes Jahr einige Sachen für den Flohmarkt vorbeibringt, ist Linda Bader aus Oensingen: «Ich freue mich, kann ich hier Dinge vorbeibringen, die ich nicht wegwerfen möchte, aber auch nicht verkaufen will. So kann ich die Pfadi unterstützen und gleichzeitig hat vielleicht jemand anderes Freude an den Sachen». Auch ziemlich jedes Jahr dabei ist Marcel Caduff aus Obergerlafingen, der die Aktion als ehemaliges Pfadimitglied in Oensingen auch gerne unterstützt: «Ich habe die Sachen extra für den Flohmarkt aufbewahrt», erklärt er.

Nächsten Samstag wird am Pflugerplatz noch einmal für den Flohmarkt gesammelt, bis es dann die Woche darauf bereits heisst: Der 48. Zibelimäret in Oensingen findet statt.

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