Weissenstein-Seilbahn

Die Modellbahn erfreut Tüftler und Sammler, die Spende ein Kinderheim

Mini-Weissenstein-Gondeli an der HESO 2014

Mini-Weissenstein-Gondeli an der HESO 2014

Aus zwei Seilbahn-Stationen und 12 Weissenstein-Gondeli will die AEK Solothurn ein Weihnachtsgeschenk machen. Im Internet ist die Modellbahn zu ersteigern - der Verkaufspreis wird danach einem Kinderheim gespendet. Wie kam es zu dieser Aktion?

Passend zur Weihnachtszeit will die AEK Solothurn den Kindern des Zentrums für Sonderpädagogik in Kriegstetten eine Freude machen. Und was ist das Geschenk? Die Modellseilbahn Weissenstein mit zwölf originalgetreuen Gondeli, die 2014 am HESO-Stand der AEK ein echter Renner war.

Das Zentrum erhält aber nicht die Bahn, sondern eine Spende. Die Weissensteinseilbahn en miniature wird nämlich auf der Webseite Ricardo versteigert.

Zu Beginn der Auktion war die Bahn noch für 450 Franken zu haben. Bis am Freitagvormittag sind bereits 25 Gebote eingetroffen. Wer die Bahn jetzt ersteigern möchte, muss 620 Franken bieten (Stand Freitag, 15 Uhr).

Guter Zweck zu Weihnachten

«Wir hoffen natürlich, dass der Preis zu Gunsten des guten Zwecks noch ein wenig ansteigt», erzählt Susanne Rufer von der AEK Solothurn. «Der Sinn der Aktion ist nämlich, für Kinder und Jugendliche mit Schwierigkeiten etwas Gutes zu tun.»

Die Idee, das Set zu verkaufen, habe zwei Hintergründe: «Einerseits denken wir, dass ein Sammler zu einem attraktiven Preis ein einmaliges Sammlerstück erwerben kann, und gleichzeitig können wir mit dem gespendeten Geld eine sinnvolle Institution beglücken.» Warum beschenkt die AEK gerade die Kinder aus dem Zentrum in Kriegstetten?

Ein Grund sei, dass Kriegstetten im Versorgungsgebiet der AEK liegt, sagt Rufer. «Und wir sind hier alle überzeugt, dass das Heim eine gute Sache ist.»

Zuerst hätte man die Seilbahn eigentlich behalten wollen, auch wenn man nicht so recht gewusst habe, wo man sie aufbauen könnte. An der HESO 2014 hat es laut Rufer dann viele positive Rückmeldungen gegeben – Besucher sollen sogar den Wunsch geäussert haben, die Seilbahn nachzubauen. «So entstand die Idee die Auktion in die Wege zu leiten», sagt Rufer.

Als nächsten Schritt hätte man dann den Startpreis von 450 Franken festgelegt. Das entspricht gemäss der AEK nicht dem exakten Wert der Bahn. «Die Anlage ist mindestens 1000 Franken wert», erklärt Rufer weiter. Der Startpreis liege aber «im Rahmen.»

«Der Hauptgedanke besteht darin, dem Kinderheim einen schönen Betrag schenken zu können.» Man hätte das Set nicht einfach für 20 Franken verscherbeln wollen – schliesslich steckt ja ein guter Zweck dahinter.

Für Tüftler und Seilbahn-Fans

Und wer kauft so eine Anlage? Das ganze Konstrukt wird wohl nicht so einfach aufzubauen sein, und hat wahrscheinlich auch nicht in jeder Wohnung Platz. Rufer vermutet, dass sich hinter den potenziellen Käufern «Riesenfans der Seilbahn oder Sammler und Tüftler» verstecken.

«Als wir die Modellbahn an der letztjährigen Heso an unserem Stand präsentiert haben, stand die Eröffnung der echten Seilbahn kurz bevor. Das war vermutlich der Grund, dass damals das ‹Bähnli› die Besucher so richtig begeisterte,» sagt sie weiter.

Das habe wohl auch Vorfreude auf das bevorstehende Projekt verschafft - was vielleicht den einen oder anderen Bieter dazu gebracht habe, um das Set zu werben.

Die AEK verfolgt die Auktion auf jeden Fall noch weiterhin gespannt. Diese läuft noch bis am 17. Dezember.

Dann wird ein glücklicher «Tüftler» oder Seilbahn-Fan das Modell für sich ersteigert haben, und die Höhe der Spende für das Kinderheim in Kriegstetten festgelegt sein.

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