Die ältesten Fahrzeuge des Regionalverkehrs Bern-Solothurn RBS stammen aus den 1970er-Jahren. Die liebevoll «Mandarinli» genannten Züge werden seit Herbst 2013 nur noch auf der Linie S7 zwischen Bern und Worb eingesetzt.

Die letzte Reise der «Mandarinli» wird aber nach Solothurn führen. 2016 hat der RBS bei Stadler Rail für 134 Millionen Franken 14 neue Züge für den Einsatz auf den Linien S7 und S9 bestellt. In diesen Tagen wurde die erste Komposition ausgeliefert, ab Ende Jahr sollen die in Anlehnung an das Einsatzgebiet Worblental «Worbla» genannten Züge die ersten Passagiere befördern. Und damit ist endgültig Schluss für die «Mandarinli». «Ort der Dienstleistungserbringung: Solothurn» heisst es in der Ausschreibung des RBS für die «Entsorgung von gebrauchtem Rollmaterial», der «Mandarinli» eben.

Um die 40 Wagen sollen im Lauf des nächsten Jahrs verschrottet werden, einige werde man eventuell erhalten, heisst es beim RBS. Die Wagen werden aber nicht im RBS-Depot in Solothurn zerlegt, sondern sollen hier lediglich für den Abtransport durch eine spezialisierte Firma «zwischenparkiert» werden. Offerten können bis zum 25. September eingereicht werden, bis Ende 2019 soll das letzte «Mandarinli» entsorgt sein.

Für die Abwicklung des Auftrags kommt nur ein anerkanntes Asbestsanierungsunternehmen infrage. Dass in einem Grossteil der über 40 Jahre alten «Mandarinli» Asbest steckt, ist keine Überraschung, über die sich RBS-Fahrgäste Sorgen machen müssten. Es sei überprüft worden, ob die Asbestfasern im Isolationsmaterial der Waggons ausreichend verkapselt sind und das Material bis zu deren Ausmusterung bedenkenlos in den Wagen belassen werden kann, so RBS-Sprecher Caspar Lösche. (mou)