Weissenstein

Die Langlauf-Betreiber warten auf die weisse Pracht

Darauf warten die Sportler am Weissenstein: Vor knapp einem Jahr, am 15. Januar 2016, hatte es genügend Schnee.

Darauf warten die Sportler am Weissenstein: Vor knapp einem Jahr, am 15. Januar 2016, hatte es genügend Schnee.

Langlauf, Schlitteln, Schneeschuhe – auf dem Hausberg wäre man bereit für allerlei sportliche Aktivitäten. Wenn nur der Schnee käme.

Am Freitag startet die Langlauf-Wintersaison auf dem Weissenstein. Zumindest offiziell, wie die Verantwortlichen diese Woche schon mal verkündeten. – Auch wenn weit und breit kein Schnee ersichtlich ist.

Immerhin: Langlaufen hat hier eine lange Tradition, die nun dank Sponsoren in der dritten Saison – bei guten Wetterverhältnissen – wieder weitergeführt werden kann. Bis 1993 gab es immer eine Langlaufspur, wie Daniel Werren, Leiter Nordic Zentrum, berichtet. Auch wurde ein Lauf veranstaltet und viele gute Läufer konnten trainieren. Während der letzten Saison gelang es Werren nach langem Überreden gar, einen 84-jährigen Solothurner wieder auf die Langlaufski zu bringen.

Eine moderne Langlaufloipe

Die Langlaufloipe wird jeweils von Freitag bis Sonntag geöffnet sein, wenn die Schneeverhältnisse stimmen. Es gibt einen Umkleide- und Waschcontainer. Letztes Jahr habe der anfängliche Schneemangel den Betrieb gestört: «Bei guten Schneeverhältnissen und schönem Wetter wurde letztes Jahr die Loipe gut genutzt und das Angebot geschätzt», sagt Nadine Boner, Co-Leiterin Marketing Region Solothurn Tourismus.

Für diese Saison sind das Nordic Zentrum und Region Solothurn Tourismus trotz des bis anhin fehlenden Schnees nach wie vor sehr optimistisch: Sie hoffen, an 40–60 Tagen den Betrieb zu öffnen. Kommt denn der Schnee doch noch einmal, wird die Langlaufloipe beim Sennhaus starten. Sie ist rund sechs Kilometer lang.

«Es gibt aber verschiedene Schlaufen und es hat Abkürzungen», so Werren, für jeden sei eine passende Tourlänge verfügbar. Zudem könne man zwischen einer klassischen und einer Skating-Spur auswählen. Bei der Skating-Variante sei die Spur nicht vorgegeben und die Technik sei dem Schlittschuhfahren ähnlich: «Man sollte sich gleiten lassen und möglichst lange auf einem Ski fahren.»

Inline-Skating und Eislaufen seien ideale Voraussetzungen, die man jetzt trainieren könne, um dann bei Schnee erfolgreich zu laufen: «Die Schuhe sind aber nicht fest, damit haben die meisten Mühe», so Werren. Wer gar nicht wisse, wie auf den Langlaufski zu stehen sei, könne einen Schnupperkurs besuchen.

Wandern, schlitteln, geniessen

Boner und Werren sind sich einig, dass die Wintersportaktivitäten im Naherholungsgebiet hauptsächlich von regionalen Ausflugstouristen genutzt werden. «Viele erreichen den Weissenstein in weniger als einer Stunde und können ohne grosse Umstände Wintersport treiben», sagt Werren.

«Die Angebotsnutzung ist typen- und wetterabhängig», sagt Boner. So seien die Familien in der Vergangenheit eher an Schnitzeljagden interessiert gewesen, bei denen die Kinder an verschiedenen Stationen Aufgaben lösen und anschliessend ein Schokoladenfondue verzehren. Andere hätten hingegen den Schlittelweg bevorzugt.

«Sehr beliebt war das Schneeschuhlaufen, das scheint für die meisten unkompliziert», sagt Werren. Auch für Schulklassen aus der Primar- oder Sekundarschule und für grössere Gruppen werden verschiedene Aktivitäten angeboten, falls der Schnee noch fällt. Bei passenden Wetterverhältnissen können Gruppen einen Biathlon absolvieren.

Die Teilnehmenden müssen zuerst 400 Meter laufen und danach mit einem Luftgewehr schiessen. «Wer nicht trifft, muss eine Strafrunde laufen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1