Vergangenes Wochenende wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Erfahrungsgemäss steige damit auch die Gefahr von Einbrüchen, schreibt die Solothurner Kantonspolizei in einer Mitteilung. Durch die frühe Dunkelheit würden Dämmerungseinbrecher wieder vermehrt aktiv.

Die im Jahr 2015 mit auffällig leuchtenden Farben umgesetzte Einbruchskampagne verschiedener Polizeikorps der Schweiz, darunter auch die Kantonspolizei Solothurn, soll auch dieses Jahr die Bevölkerung sensibilisieren und dazu ermutigen, bereits beim geringsten Verdacht 117 oder 112 anzurufen. Ein Anruf in die Alarmzentrale ist kostenlos und hat auch bei einem Einsatz der Polizeipatrouille ohne Erfolg keine Kostenfolge für den Anrufer.

Die Kantonspolizei Solothurn unterstützt die Kampagne auch in diesem Jahr und setzt diese mit diversen Aktionen um. Die speziellen Sujets werden in den kommenden Monaten im ganzen Kanton Solothurn vermehrt zu sehen sein, dies:

• als Plakat in vielen Gemeinden im Kanton Solothurn
• auf allen Patrouillenfahrzeugen der Kantonspolizei Solothurn
• via Social Media und Homepage www.polizei.so.ch

Tag des Einbruchschutzes

Zum offiziellen Kampagnenstart wird der Montag zusätzlich als «4. Nationaler Tag des Einbruchschutzes» genutzt. Die Kantonspolizei Solothurn wird darum montags anlässlich ihrer Patrouillentätigkeit die Bevölkerung sensibilisieren und eigens hergestellte Zeitschaltuhren abgeben.

Neben der Präventionskampagne werden während der Herbst- und Wintermonaten zusätzliche Polizeipatrouillen unterwegs sein. Die Lage wird laufend analysiert und das Dispositiv entsprechend angepasst, heisst es von Seiten der Kapo weiter.

So schützen Sie sich: Tipps der Kantonspolizei

  • Stellen Sie sicher, dass alle Türen und Fenster immer geschlossen sind. Achtung: gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Vermitteln Sie auch während der Abwesenheit den Eindruck, dass Sie zu Hause sind. In der Regel scheuen Einbrecher das Licht. Installieren Sie Bewegungsmelder, signalisieren Sie Anwesenheit mit der Hilfe von Zeitschaltuhren und verhindern Sie zudem den direkten Einblick in den Wohnbereich.
  • Deponieren Sie Ihre Wertsachen während der Ferienabwesenheit ausser Haus an einem sicheren Ort und lassen Sie möglichst kein Bargeld zu Hause.
  • Suchen Sie Nachbarschaftshilfe. Orientieren Sie diese, wenn Sie für mehrere Tage verreisen.
  • Benachrichtigen Sie die Polizei lieber einmal zu viel als zu wenig, über Telefon 112 oder 117. Besonders wenn sich unbekannte Personen, auch tagsüber, in verdächtiger Weise in der Nachbarschaft oder im Quartier aufhalten. Oder wenn Sie Fahrzeuge (besonders mit ausländischen Kontrollschildern) in Ihrem Quartier feststellen. Oder wenn unüblicher Lärm oder Geräusche aus der Nachbarschaft hörbar sind (z.B. Glasklirren).
  • Und denken Sie daran, Einbrecher müssen keinesfalls immer Männer sein. Auch Frauen und Kinder verüben Einbrüche. (kps)