Volksauftrag
Die Jungfreisinnigen stellen sich gegen die Heiratsstrafe

Die Partei fordert Gleichberechtigung bei der Heiratssteuer. Verheiratete und unverheiratete Paare sollen künftig gleich viel bezahlen.

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Verheiratete Paare sollen zukünftig nicht mehr unter der Heiratsstrafe leiden. (Symbolbild)

Verheiratete Paare sollen zukünftig nicht mehr unter der Heiratsstrafe leiden. (Symbolbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Auch die Jungfreisinnigen mischen sich in die Steuerdiskussion ein – allerdings auf einem etwas anderen Feld als jenem der Unternehmenssteuern. Konkret fordern sie in einem Volksauftrag die Einführung der Individualbesteuerung für natürliche Personen auf kantonaler Ebene. Dadurch würden verheiratete und nicht verheiratete Paare steuerrechtlich gleichgestellt und Ehepaare damit «nicht mehr finanziell für ihre Entscheidung bestraft, berechtigte rechtliche Vorteile in Anspruch nehmen zu wollen», argumentieren die Jungfreisinnigen.

Mit Blick auf die Umsetzung schwebt ihnen vor, den bestehenden Elterntarif auf das jeweilige Ersteinkommen anzuwenden, während das Zweiteinkommen zum Alleinstehenden-Tarif besteuert werden soll. Die Aufhebung der Ehepaardiskriminierung sei «der erste Schritt in die richtige Richtung», wenn es darum gehe, die Individualbesteuerung der heutigen Zeit anzupassen und die Ehe ebenfalls darin ankommen zu lassen. (bbr.)

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