Revierjagt Solothurn
Die Jäger sind mit Esther Gassler zufrieden

Die abtretende Regierungsrätin wurde an der Generalversammlung von Revierjagt Solothurn zum Ehrenmitglied gewählt.

Roland Büttiker
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Regierungsrätin Esther Gassler bei ihrer Abschiedsrede vor den Solothurner Jägerinnen und Jägern.

Regierungsrätin Esther Gassler bei ihrer Abschiedsrede vor den Solothurner Jägerinnen und Jägern.

Ronals Büttiker

In gewohnt feierlichem Rahmen führten 263 stimmberechtigte Jägerinnen und Jäger sowie über 30 Gäste − darunter Regierungsrätin Esther Gassler und Nationalrat Christian Imark − die Generalversammlung von Revierjagd Solothurn in Neuendorf durch.

Im nördlichen Schweizer Jura wurde unter Leitung von «KORA» und Mitwirkung der Luchsverantwortlichen in den vergangenen Monaten wiederholt ein intensives Fotofallen-Monitoring des Luchses durchgeführt. Abgedeckt wurden im Kanton Solothurn die Jurareviere der Hegeringe Leberberg, Thal und Gäu.

Gegenüber der Erhebung von 2012/13 zeigte sich eine Stabilisierung des Luchsbestandes. Allerdings ist der Bestand nicht gleichmässig über das erfasste Gebiet verteilt und die Auswirkungen auf den Reh- und Gamsbestand in den einzelnen Revieren sind, wie die Jagdpraxis zeigt, höchst unterschiedlich. Grosse Sorgen machen vor allem die auf der ersten Jurakette gelegenen Gebiete der Reviere zwischen Grenchen und Oensingen.

Hier ist der Rehbestand wegen des Luchses seit Jahren rückläufig und inzwischen gebietsweise fast ganz eingebrochen. Weil sich die Populationen in diesen Gebieten kaum mehr erholen können, wird die im Rahmen des nationalen Luchsmanagements vorgesehene Umsiedlung von zehn Luchsen in entferntere ausländische Gebiete sehr begrüsst.

200 Franken pro Fallwild-Fall

Es wurde informiert, dass der Kantonsrat das neue Jagdgesetz grossmehrheitlich angenommen hat, was einen grossen Vertrauensbeweis zugunsten der Jägerschaft darstellt. Grundpfeiler des neuen, verschlankten Gesetzes sind: An der Volksjagd und an der hohen Eigenverantwortung der Jagdvereine in ihren Revieren festhalten. Es wird Änderungen im Gebührentarif geben.

Hervorzuheben ist jedoch, dass eine Entschädigung von 200 Franken pro Einsatz für die Bergung und Entsorgung von Fallwild sowie für das Ausfüllen des Unfallprotokolls bei Wildunfällen im Strassenverkehr ausgerichtet wird.

Esther Gassler blickt zurück

Esther Gassler, die sich aus dem Regierungsrat zurückzieht, blickte auf ihre 12-jährige Tätigkeit als Jagddirektorin zurück. Während dieser Zeit erlebte sie drei Präsidenten Revierjagd Solothurn. Jeder dieser Präsidenten habe seine Aufgabe, als Bindeglied zwischen den Jägern und der Regierung zu wirken, engagiert wahrgenommen, erklärte Gassler. Sie habe die Anliegen der Jagd im Regierungsrat immer gerne vertreten.

Eckpunkte ihres Wirkens waren die Einführung eines neuen Revierbewertungssystems für die Verpachtung, das Luchsmonitoring und die erwähnte Totalrevision des Jagdgesetzes mit der neuen finanziellen Regelung der Wildschweinschäden. Esther Gassler erklärte: «Ich habe gute Erinnerungen an die unzähligen Jagdtage, Hubertus-Messen sowie an das Solothurnische Jagdhornbläsertreffen und vieles mehr. Ich danke für das Erlebte und wünsche den Jägerinnen und Jägern in Zukunft alles Gute.»

So kam es zu einem Höhepunkt an der Generalversammlung: Die Wahl von Regierungsrätin Esther Gassler zum Ehrenmitglied. Präsident Kurt Altermatt erklärte, die Regierungsrätin habe den Prozess für das neue Jagdgesetz in der Verwaltung und auf der politischen Ebene umsichtig geführt. «Für Ihr Wohlwollen gegenüber den Anliegen der Solothurner Jagd und für Ihre grosse Unterstützung sind wir dankbar.»

Neue Jäger – abtretende Prüfer

Traditionell werden an der Generalversammlung die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Jagdausbildung willkommen geheissen. Insgesamt 19 ehemalige Jungjäger – 2 Frauen und 17 Männer – haben die Ausbildung absolviert und die Prüfungen bestanden. Hansueli Bur, Jürg Misteli und Walter Rickenbacher verlassen die Prüfungskommission. Vor allem Präsident Bur hat die Kommission mit viel Umsicht geführt und mit seiner ruhigen, überlegten Persönlichkeit geprägt. Er hat eine ganze Generation von Jungjägerinnen und Jungjägern durch die Prüfungen begleitet.

Zwei vakante Delegiertenposten konnten neu besetzt werden: Roland Büttiker, Olten, Revier Gäu, wird Delegierter Öffentlichkeitsarbeit; Markus Lüdi, Niedergösgen, Revier Gugen, Delegierter Schiesswesen.