Hochwasser
Die Hochwasserlage in der Region entspannt sich

Die Hochwasserlage im Kanton Solothurn hat sich weitgehend entspannt. Schäden entstanden vor allem durch überflutete Keller und rutschende Hänge. Wie hoch der Schaden ist, kann noch nicht abgeschätzt werden.

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Das Wehr in Biberist unterhalb der Autobrücke verschwand beinahe in den Wassermassen.

Das Wehr in Biberist unterhalb der Autobrücke verschwand beinahe in den Wassermassen.

Leserreporter Otto Studer

«Im Kanton Solothurn sind wir glimpflich davongekommen», sagt Christoph Dietschi, Leiter der Fachstelle Wasserbau im kantonalen amt für Umwelt. Er behielt die Lage am Wochenende im Auge und kann jetzt sagen: «Es wurde nie kritisch». Zu grösseren Überschwemmungen sei es nicht gekommen. Anders hätte es aussehen können, wenn es auch nur einen Tag länger geregnet hätte.

Wie hoch die Schäden ausgefallen sind, kann bei der Solothurnischen Gebäudeversicherung derzeit nicht abgeschätzt werden. Erst wenige Schadensmeldungen seien eingegangen. In zahlreiche Liegenschaften drang Wasser ein.

Bei der Alarmzentrale waren seit Samstagmorgen rund 50 Meldungen eingegangen. Im Kanton standen zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz.

Grillplatz im Wald Zuchwil an der Emme
20 Bilder
Viel Wasser unter der Brücke von Zuchwil Richtung Luterbach
Das Wehr in Biberist unterhalb der Autobrücke verschwand beinahe in den Wassermassen.
Zum Schutz des Giriz-Quartiers in Biberist kamen «Beaver»-Schläuche zum Einsatz. Rund eine Stunde dauert das Aufpumpen.
Strömender Regen auf der Autobahn bei Luterbach
Auch die Aare bei Olten kam gefährlich hoch daher
Fussgänger beobachten den Fluss von der Holzbrücke aus
Schaulustige bei der Holzbrücke in Olten
Schaulustige bei der Holzbrücke in Olten
Sorge um die über 200 Jahre alte Holzbrücke über die Aare in Olten
Auch in Olten sollen die «Beaver»-Elemente das Wasser zurückhalten
Beim Aare-Bistro schützen Beaver-Elemente gegen die Flut
Hochwasser lässt Aarepegel steigen
Das Wasser steigt und steigt
Die Aare tritt vereinzelt über die Ufer
Die Aare-Promenade in Olten ist teilweise gesperrt
Fussgänger beobachten den Fluss
Schaulustige bei der Holzbrücke in Olten
Das Wetter lädt gar nicht zum Baden ein: Leere Plätze in der Badi Olten
Die Behörden raten, die Uferpromenaden zu meiden

Grillplatz im Wald Zuchwil an der Emme

Leserreporter: Matthias Spühler

Akute Hochwassergefahr

Die grossen Regenmengen hatten am Samstag im Kanton Solothurn vor allem in Aare und Emme zu einer akuten Hochwassersituation geführt. Dank Regulierungsmassnahmen im Bereich des Bielersees normalisierte sich der Wasserstand der Solothurner Gewässer langsam wieder.

An der Aare in Olten wurden in der Nacht auf Samstag mobile Wassersperren aufgebaut. Ebenso an der Emme in Biberist, wo der neue Hochwasserschutz seine erste grosse Bewährungsprobe bestanden hat. «Die Notwendigkeit aber auch die Tauglichkeit und der Nutzen der neuen Hochwasserschutzanlage ist nun definitiv nachgewiesen», heisst es bei der Gemeinde. Die mobile Sperre wurde dort zum Schutz des Giriz-Quartiers aufgestellt.

An neuralgischen Stellen wurden zudem Verbotstafeln angebracht und Absperrbänder gezogen. In vier Gebäude an der Dammstrasse drang Grundwasser ein.

Weg am Emmenufer beschädigt

Der neue Weg am rechten Emmenufer beim Stahlwerk wurde durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen. Die Gemeinde Biberist wird zusammen mit den kantonalen Behörden die Reparatur des beschädigten Weges in die Wege leiten und das Schwemmholz aus Sicherheitsgründen wegräumen lassen. Die mobilen Wassersperren wurden bereits am Sonntagnachmittag abgebaut.

Insgesamt zeigt man sich in Biberist zufrieden. Die Erfahrungen durch die letzten Überschwemmungen hätten geholfen, so Feuerwehrkommandant Konrad Gisler. «Da wir schon zwei grosse Unwetter erlebt hatten, war es viel einfacher für uns.» Die Gemeinde hätte Lehren aus den letzten Überschwemmungen gezogen und sich mit einen «Beaver», den mobilen Hochwasserschutz, zugelegt. (sff/ldu/cze)