Eine Grippewelle kann jeden Winter festgestellt werden. Von Jahr zu Jahr variieren aber Intensität, Länge, Art der zirkulierenden Virenstämme und die Auswirkungen auf die Bevölkerung. Derzeit sind Grippe und grippeähnliche Erkrankungen in der ganzen Schweiz weit verbreitet. Wie dem neusten Bulletin des Bundesamts für Gesundheit zu entnehmen ist, ist die Region 3, zu der Solothurn gehört (Nordwestschweiz), mit die am stärksten betroffene. Die sogenannte Inzidenz (Anzahl wöchentliche Arztkonsultationen aufgrund grippeähnlicher Erkrankungen, hochgerechnet auf 100'000 Einwohner) liegt hier derzeit bei 328,5.

Das ist der zweithöchste Wert nach der Region 6 (Graubünden und Tessin) und damit deutlich über dem epidemischen Schwellenwert von 68. Die Tendenz ist immer noch steigend. Der epidemische Schwellenwert wurde in dieser Saison erstmals in der zweiten Januarwoche überschritten. Die Grippewelle ist damit später angerollt als in den beiden vorangegangenen Jahren, als der epidemische Schwellenwert bereits vor Weihnachten überschritten wurde und die Grippewelle den Höhepunkt bereits im Januar erreicht hatte.

Die Übertragung der Viren und das Ansteckungsrisiko lassen sich durch die konsequente Anwendung einfacher Vorsorgemassnahmen bzw. Hygieneregeln reduzieren: Hände regelmässig und gründlich mit Wasser und Seife waschen, beim Husten oder Niesen ein Papiertaschentuch vor Mund und Nase halten und es nach Gebrauch in einem Abfalleimer entsorgen, bei Grippesymptomen zu Hause bleiben und die Erkrankung vollständig zu Hause auskurieren. Man sollte mindestens noch einen Tag nach dem vollständigen Abklingen des Fiebers abwarten, bis man wieder in den Alltag ausserhalb des Hauses bzw. an den Arbeitsplatz zurückkehrt. (szr)