Die Gemeinderatswahlen haben in der Stadt Solothurn das Kräfteverhältnis zugunsten der SP verschoben: Diese holte sich dank einer Listenverbindung einen FDP-Sitz und hält nun 9 Mandate, der Freisinn nur noch 8. Alle anderen Parteien behalten ihre Sitze im 30-köpfigen Gemeinderat. Das Topresultat erzielte mit 2816 Stimmen Stadtpräsident Kurt Fluri vor seiner SP-Herausforderin Franziska Roth mit 2407 Stimmen. Zum Duell der beiden ums Stadtoberhaupt kommt es am 2. Juli.

In Grenchen wird Clivia Wullimann nicht wiedergewählt, die SP bleibt zwar wählerstärkste Partei, verliert aber einen Sitz an die SVP. Deren Noch-Parteipräsident Richard Aschberger erzielt ein Spitzenresultat.

Marianne Benguerel-Kiefer verlor in Wangen ihr Mandat im Gemeinderat.

Eine Abfuhr erteilte das Wahlvolk von Kriegstetten seinem umstrittenen Gemeindepräsidenten Manfred Küng. Der Winzer und Rechtsanwalt, der im März erfolglos als Regierungsrat kandidierte, wird aus dem Gemeinderat geworfen. Zudem verliert seine SVP ein Mandat.

Ebenfalls nicht gewählt wurde ein Gemeindepräsident im Niederamt: Kurt Henzmann (59, CVP), seit 20 Jahren Gemeindepräsident von Niedergösgen, hat im 1. Wahlgang das absolute Mehr verpasst. In den Urnen fanden sich mehr Leerstimmen als Stimmen für den bisherigen Präsidenten.

Biberist hat einen neuen Gemeindepräsidenten. Stefan Hug (SP) obsiegte über Markus Dick von der SVP. Das Resultat war mit 54 gegen 46 Prozent allerdings knapper als erwartet.

In Lüsslingen-Nennigkofen sitzt künftig ein Vertreter der Kirschblütengemeinschaft im Gemeinderat. Ramon Mullis schaffte den Sprung dank zahlreichen Zusatzstimmen der FDP und SP.

Auch im Stahldorf Gerlafingen wurde gewählt. Das Gemeindepräsidium bleibt mit Philipp Heri in sozialdemokratischer Hand. Er distanziert den SVP-Kandidaten deutlich. Einen neuen Rat bestellte mit Zuchwil die viertgrösste Gemeinde des Kantons. Die Kräfteverhältnisse im verkleinerten Rat bleiben in etwa gleich.

Für die SVP erreichte in Däniken der bisherige Gemeinderat Walter Gurtner die höchste persönliche Stimmenzahl aller Kandidaten, auch wenn diese Zahlen nicht direkt vergleichbar sind, da Gurtners Name im Unterschied zu den FDP-Kandidaten bereits zweimal auf der vorgedruckten Liste stand. Mit seinem Spitzenresultat schaffte Gurtner fast im Alleingang den 2. Sitz für die SVP.

Vor einigen Monaten erntete Martin Bühler in Trimbach wegen seiner Kandidatur für das Gemeindepräsidium von anderen Parteien noch Kritik, am Sonntag holte er sich mit 683 Stimmen das beste Resultat bei den Gemeinderatswahlen. Damit ist er auch definitiv ein Kandidat für die Gemeindepräsidentenwahl.