Seit sechs Wochen ist das S-Mobil in Betrieb, ein Wagen, der unter der Woche täglich einen anderen Ort anfährt und Kulinarisches zum Mittagessen bietet. In Solothurn ist er dienstags (Areal Firma Engel) und mittwochs (bei Solodaris). Donnerstags wird Härkingen aufgesucht, am Freitag Oensingen.

Bereits an den verschiedenen Sprüchen zum Thema Essen, die den schwarzen Lastwagen zieren, sieht man, dass den Gästen etwas Gutes geboten werden soll.

Die Betreiber Francesco Dal Col, Barbara Saturno und Martin Blaser setzen auf regionale Produkte. Auch werden die Gerichte selbst zubereitet.

Frühmorgens um sieben werden die Teige für Brötchen und Nussstängel in der Produktionsküche in Lyssach gemacht und gebacken, danach kommt das Mittagessen an die Reihe. Selbst der «Stocki» ist hausgemacht.

Das Essen ist preisgünstig. Jede Woche gibt es eine neue Speisekarte. Jeweils drei Menüs, zwei mit Fleisch und eines Vegi, sowie Pastagerichte und Suppe stehen zur Auswahl. Es werden schweizerische, aber auch internationale Gerichte angeboten. Der positive Tenor der Gäste ist gross und reicht von «sensationell» bis «super fein» und «i chumme wider».

Etwas Ausgefallenes

Der Imbisswagen läuft mit Gas und ohne Strom. «Eigentlich wollten wir ursprünglich gar nicht mehr wirten», erklärt Saturno. Sie, Blaser und Dal Col sind Alteingesessene im Gastrogewerbe und dadurch bekannt. In ihrer Auszeit gingen sie auf Reisen und kamen schliesslich auf die Idee des Foodtrucks.

«Uns war nach etwas Ausgefallenem und einer neuen Herausforderung zumute», lacht Saturno. In Amerika gehören Foodtrucks zum Alltagsleben, auch wenn sie in den meisten Fällen Fastfood auftischen. In Europa und der Schweiz etabliert sich diese Art Essen allmählich.

«Mit unserem Foodtruck gehen wir mit der Zeit», findet Blaser. «Die Mittagspause wird heutzutage anders gehandhabt als früher.» Den drei Freunden, die zusammen in Gerlafingen aufgewachsen sind, liegt das Nomadentum im Blut. «Mit einem solchen Wagen herumzureisen, ist sehr spannend, man ist ungebundener als in einer Beiz, man muss auch mit der Witterung umgehen können», erklärt Saturno.

Das Angebot soll den Gästen eine Abwechslung bieten, und dies erst noch umweltfreundlich: Wer will, kann ein Tupperware mitbringen oder eines vom S-Mobil beziehen, um Essen aufzufüllen. Es gibt aber auch den Einwegteller. Dabei sind die Betreiber ganz flexibel, um die Wünsche ihrer Gäste zu erfüllen. «Wir sind übrigens keine Konkurrenz für die bereits bestehenden Angebote, weil wir jeweils nur einmal wöchentlich kommen», betont Blaser. Den Imbisswagen kann man auch für Firmenanlässe, Geburtstage und sonstige Feste aufbieten.

Bereits Stammkundschaft

Obschon sie erst seit kürzerer Zeit in dieses Geschäft eingestiegen sind, läuft es an einigen Standorten schon sehr gut, es gibt auch bereits Stammkundschaft. «Dies ist zum Beispiel am Dienstag der Fall», erklärt Dal Col zufrieden. Doch es müsse sich noch weiter herumsprechen, es wird keine Werbung gemacht, es läuft alles per Mundpropaganda. Teilweise müsse man eventuell noch gewisse Standorte etwas anpassen, so beispielsweise in Kirchberg, wo sie am Montag sind. «Sobald die Leute einmal kommen, kommen sie wieder», lächelt Dal Col.

Um den Betrieb fürs S-Mobil zu vereinfachen, werden die drei nach Lyssach ziehen. Dort ging vor einer Weile das letzte Restaurant ein. «Wir sind dabei, das dortige Säli zu sanieren, und werden dieses ab Juli für geschlossene Gesellschaften auf Voranmeldung öffnen», klärt Saturno auf.

Momentan wird noch abgeklärt, ob das S-Mobil im Winter weiterbetrieben – oder ob das Angebot lediglich in der Sommerzeit angeboten wird.