Sie wollen Polymechaniker, Produktionsmechaniker, Mechanikpraktiker, Konstrukteure, Automatiker oder Automatikmonteure werden: 70 Lernende, davon 65 junge Männer und 5 Frauen, haben Anfang August ihre Lehre angefangen in Solothurner Maschinen-, Elektro- und Metallbetrieben, die deren Ausbildung nicht vollständig übernehmen können.

Schweizweit verantworten daher die Ausbildungszentren von Swissmechanic die Vervollständigung der Ausbildung jener Lehrlinge. Am Freitag fand im Gerlafinger Ausbildungszentrum der Einführungstag für die frischen Lehrlinge und ihre Ausbildner statt.

Begrüsst wurden alle von Chefinstruktor Heinz Aemmer. Auch Administratorin Eva Meier erzählte kurz von einer Neuigkeit im traditionellen Anlass: Neben den gewöhnlichen Kursen habe sie dieses Jahr auch die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) eingeladen, um auf das Littering-Problem am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen.

Im Anschluss verteilten sich die Lehrlinge in drei Kurse, die Sicherheit am Arbeitsplatz, die erfolgreiche Lehre und das Betriebsreglement beinhalteten. «Wenn ihr heute den Anlass verlässt, solltet ihr wissen, wie ihr Euch am ersten Ausbildungstag auf diesem Areal verhalten sollt», so Jan Sutter, Instruktor am Ausbildungszentrum.

Enttäuschende Statistiken

Aus dem vergangenen Ausbildungsjahr will Heinz Aemmer einige Erfahrungen — positive und negative — in das Neue mitnehmen. Die Resultate der vergangenen Teilprüfungen seien verbesserungswürdig. Die Ausbildner sollen künftig den Finger auf das Einhalten von Prüfungsterminen, aber auch auf das richtige Lesen und Verstehen von Aufgaben halten.
Auch die sinkende Anzahl Bewerbungen für die im Ausbildungszentrum angebotenen Berufe bereitet Sorgen.

Aemmer stellt resigniert fest: «Momentan spüren wir die geburtenarmen Jahrgänge an der Anzahl Lehrlinge in unseren Betrieben. Das wirkt sich leider auch auf die Frauenquote aus.» Mit Anlässen wie «Girlsday» oder «Tüfteln für Knaben» versuche man junge Schüler und Schülerinnen mit Bastelaktionen in die Welt der Technik und Mechanik zu ziehen.

Die Neulinge jedoch beenden mit einem Rundgang und einer auch von Solothurner Politikern reichlich besuchten Verabschiedung den ersten Schritt ins Berufsleben.