Dem Feuer, dem daraus entstehenden Licht und der Energie sind die Europäischen Tage des Denkmals vom kommenden Samstag und Sonntag gewidmet. Seit 1994 wird dieser Anlass, jeweils einem Thema gewidmet, europaweit durchgeführt.

An fünf Orten im Kanton Solothurn werden thematisch-entsprechende Baudenkmäler präsentiert. Da ist einerseits das Schweizerische Zündholzmuseum, das in den ehemaligen Räumen der Bally-Prior-Sammlung seit 2004 untergebracht ist.

Neben den originellen und teils skurrilen Sammlungsobjekten ist das 1909 erbaute Haus architekturgeschichtlich äusserst interessant. Dank eines sorgfältigen Umbaus und der Restaurierung von 2011 zeigt sich das Interieur wieder in einer zeitgemässen Raumgestaltung. (Führungen: Samstag, 10.30 und 13.30 Uhr. Treffpunkt beim Museum, Oltnerstrasse 80).

Von Dampf, Stahl und Wohnen

Ebenfalls in Schönenwerd sind die erste Stromturbine und eine Dampfmaschine von 1861 zu sehen. Die Dampfmaschine wurde von der Firma Bally 1862 in Betrieb genommen, doch schon sieben Jahre später produzierte man den Strom mit der ersten, in einem Kanal im späteren Bally-Park betriebenen Escher-Wyss-Turbine. (Führungen: Samstag, 11 und 14 Uhr; Sonntag, 14 Uhr. Treffpunkt beim Kosthaus am Eingang des Ballyparks).

Um Energiegewinnung und frühe Solothurner Industrie geht es auch in Gerlafingen, wo man die historischen Gebäude des Von-Roll-Stahlwerks besichtigen kann. Bei einer Führung sind die alten Backstein-Gebäude aus den dreissiger Jahren und die bis heute spektakuläre Stahlproduktion zu sehen.

Achtung: Der Besuch ist für Kinder erst ab 10 Jahren möglich und Personen mit einem Herzschrittmacher können nicht alle Bereiche besichtigen. (Führung: Samstag, 10.15 Uhr. Treffpunkt bei der Pförtnerloge gegenüber Bahnhof Gerlafingen.)

In Subingen ist erstmals das Vigier-Schlösschen zu besichtigen . Dieser als Solothurner Türmlihaus konzipierte Bau wurde um 1661 gebaut und 1723 in einen repräsentativen Landsitz mit grossem Gartensaal umgebaut. 1885 folgte ein historistischer Umbau. Derzeit wird das Schlösschen, das an eine private Käuferschaft überging, zum repräsentativen Wohnhaus umgebaut.

Dabei wird sichtbar, wie die Zusammenarbeit zwischen der Bauherrschaft und der Denkmalpflege spielt und welche Probleme sich beim Umbau eines historischen Gebäudes in ein Wohnhaus stellen, das seinen Bewohnern den heutigen Wohnkomfort bieten soll.

«Die Besichtigung dieses Hauses steht mit der eigentlichen Denkmaltag-Thematik nicht direkt in einem Zusammenhang», erklärt Benno Mutter von der kantonalen Denkmalpflege. «Aber derzeit bietet sich die einmalige Möglichkeit, das Haus und dessen Umbau der breiteren Öffentlichkeit vorzustellen». (Führungen: Samstag 14 und 15.30 Uhr).

Weitere Infos: www.hereinspaziert.ch