Regierungsratwahlen
Die CVP steht vor einer Doppelvakanz

Morgen wissen die CVP-Delegierten mehr: Alles deutet jedoch darauf hin, dass die beiden Regierungsräte Klaus Fischer und Walter Straumann ihren Rücktritt erklären. Damit wären zwei Sitze frei.

Marco Zwahlen
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Graue Häupter in der Solothurner Regierung: Ihre Sitze frei geben (von rechts) Christian Wanner (FDP), Walter Straumann und Klaus Fischer (beide CVP);vier weitere Jahre im Amt bleiben wollen Peter Gomm (SP, links) und Esther Gassler (FDP). Oliver Menge

Graue Häupter in der Solothurner Regierung: Ihre Sitze frei geben (von rechts) Christian Wanner (FDP), Walter Straumann und Klaus Fischer (beide CVP);vier weitere Jahre im Amt bleiben wollen Peter Gomm (SP, links) und Esther Gassler (FDP). Oliver Menge

Regierungsrat Walter Straumann lässt am morgen Donnerstag in Oensingen die Katze aus dem Sack. Treten er und Klaus Fischer, der nach einer Operation rekonvaleszent ist, am 3. März 2013 zu den Regierungsratswahlen an? Diese Zeitung ist sich sicher: Beide treten nicht mehr an. Dem Vernehmen nach will sich der 64-jährige Fischer die Belastung nach seiner schweren Krankheit nicht noch einmal zumuten. Und Straumann? Der 69-Jährige ist seit 1997 Regierungsrat. Er ist zwar fit, doch wie lange noch? Und wer ihn kennt, weiss, dass er noch einiges von der Welt sehen will. So sagt er sich: «Lieber jetzt, als bevor ich am Stock gehe.» So wird sich die Partei auf Kandidatensuche machen müssen.

In Oensingen sollte die Delegiertenversammlung auch einen neuen Parteipräsidenten oder eine neue Parteipräsidentin wählen. Annelies Peduzzi (Deitingen), seit 2005 an der Parteispitze, hatte im Januar auf die Versammlung hin den Rücktritt erklärt. Dabei bleibt sie offensichtlich auch. Doch die Delegierten werden dem Vernehmen nach, keine definitive Neuwahl vornehmen können. Noch zieren sich potenzielle Kandidaten. Interimistisch soll nun Nationalrat Stefan Müller (Herbetswil) das CVP-Schiff übernehmen.

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