Behindertenbereich

Die Chefs sollen ihre Löhne offenlegen

Hintergrund für den Auftrag – und zuvor schon für eine Interpellation – bildete der Auftritt der Vebo Genossenschaft, vor allem letztes Jahr im Rahmen der Festivitäten zum 50-Jahr-Jubiläum.

Hintergrund für den Auftrag – und zuvor schon für eine Interpellation – bildete der Auftritt der Vebo Genossenschaft, vor allem letztes Jahr im Rahmen der Festivitäten zum 50-Jahr-Jubiläum.

In einem Auftrag plädiert die FDP für mehr finanzielle Transparenz für Organisationen im Behindertenbereich. Die Solothurner Regierung unterstützt den Vorstoss.

Derzeit steht es den sozialen Institutionen im Kanton Solothurn frei, ob sie die Vergütungen von Verwaltungsrat und Direktion bekannt geben wollen. Das aber soll sich nach dem Willen der FDP-Fraktion und der Regierung ändern. In seiner Stellungnahme verwendet sich der Regierungsrat für einen Auftrag der Freisinnigen, der eine «Transparente Rechnungslegung bei Behindertenorganisationen» fordert.

Konkret seien Richtlinien zu erlassen, dass Organisationen, die Leistungen im Behindertenbereich erbringen und nach kantonalen Richtlinien abrechnen, ihre Rechnungslegung nach einem anerkannten Standard ausführen.

Hintergrund für den Auftrag – und zuvor schon für eine Interpellation – bildete der Auftritt der Vebo Genossenschaft, vor allem letztes Jahr im Rahmen der Festivitäten zum 50-Jahr-Jubiläum. Soziale Institutionen sollen ausweisen, dass mit den über Taxen generierten Mitteln «haushälterisch» umgegangen werde, begründet die FDP ihren Auftrag. Zudem seien die Bezüge der leitenden Organe transparent darzustellen.

Vergleichbarkeit erhöhen

In ihrer Stellungnahme zur Interpellation (wir berichteten) hatte die Regierung festgestellt, dass die Vebo im Quervergleich bezüglich Preis und Leistung nicht aufgefallen sei. Gleichzeitig aber erachtete sie es für unbestritten, dass die vorhandenen Steuerungselemente weiterentwickelt werden sollten. In der Zwischenzeit hat das Amt für soziale Sicherheit (ASO) jetzt ein Wirtschaftlichkeitskonzept erarbeitet, wie der regierungsrätlichen Antwort zum FDP-Auftrag zu entnehmen ist. Einer der Meilensteine bei der Umsetzung des Konzepts sei die Einführung der Rechnungslegungsstandards Swiss GAAP Fer 21. Damit könnten «die Transparenz und auch die Vergleichbarkeit zwischen den Institutionen weiter erhöht werden», betont die Regierung. (esf)

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