Kunstmuseum Solothurn

Die bedeutendsten Solothurner Künstler und Sammler in einer Ausstellung

Das Kunstmuseum zeigt zum 2000-Jahr-Jubiläum der Stadt Solothurn eine Sammlungsausstellung mit Werken der bedeutendsten einheimischen Künstler und Sammler. Gelegenheit, sich im Haus zu verweilen.

Der Solothurner Geist soll einer sein, der sich besonders für Kunst interessiert. Das scheint tatsächlich seit 2000 Jahren so zu sein. Und wenn man die Exponate der neuen Ausstellung «Genius Loci Salodorensis» betrachtet, alles aus der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn, so kann man diesen Geist doch wenigstens seit dem 16. Jahrhundert nachverfolgen. In der grossen Ausstellung zum Stadt-Jubiläum hat der Kunstmuseumsleiter Christoph Vögele, zusammen mit seinen Mitarbeitern Anna Bürkli und Robin Byland, die für die Stadt Solothurn wichtigsten Künstler und Kunstsammler in den Parterre-Sälen vereint.

Man startet den Rundgang, der chronologisch abläuft, in der Gegenwart. Hier sind Arbeiten von Reto Emch, Dimitra Charamandas, Lex Vögtli, Luzia Hürzeler, Nancy Wälti und anderen zu finden. «Es fällt auf, dass es in der jüngeren Zeit vermehrt Frauen sind, die für die Stadt und das Museum wichtige Positionen vertreten», sagt Vögele. Kunst im öffentlichen Raum, speziell für Solothurn geschaffen, ist ebenfalls ein Aspekt, dem die Ausstellung gerecht werden will. So sind Roman Signers Skizzen zum Stiefel, der übrigens jetzt wieder in restaurierter Form am Brunnen hängt, ein Modell von Robert Müllers «Objet Soleure», welches bei der Pädagogischen Fachhochschule steht, zu finden. Und auch der neue Marmor-Altar der St.-Ursen-Kathedrale von Judith Albert ist mittels Fotografie Thema.

Luzia Hürzeler zeigt ihr Werk «Forelle» an der Jahresausstellung im Kunstmuseum Solothurn.

Luzia Hürzelers Werk «Forelle» ist ebenfalls zu sehen.

Es geht weiter mit Zeichnungen und Drucken bekannter Kunstschaffender. Die älteste Stadtansicht im Besitz des Kunstmuseums ist ein Druck von Matthäus Merian aus dem Jahr 1654. Dazu aber auch die Drucke von Laurent Louis Midart (1733–1800), in denen er die Festivitäten der Stadt während der Ambassadorenzeit festhält. Als Gegensatz dazu gestellt sind Fotografien von heute – zum Beispiel von Heinz Schwartz.

Solothurner Stadt- und Landschaftsansichten

Im nächsten Saal wird es idyllisch. Deshalb fallen vor allem Otto Morachs (1887-1973) farbintensive Stadtbilder auf. Sie sind alles andere als heimelig, sondern lassen Gesellschaftskritik einfliessen. Dann aber eben Otto Frölichers (1840–1890) herrliche Aare- und Waldlandschaften. Nicht fehlen dürfen bei diesem Themenkreis Arbeiten von Cuno Amiet oder Frank Buchser.

Im letzten Saal sind dann die Menschen zu entdecken, die hinter dieser reichen Solothurner Kunstwelt stecken. Es sind Porträts von Malern wie Karl Geiser, Hans Berger, Cuno Amiet, von Sammlern und Förderern wie Gertrud Dübi-Müller, Franz Anton Zetter-Collin. Am Ende – oder eben am Anfang der Geschichte – hängt das Doppelbildnis von Hans Asper (1499–1571) das einen Solothurner Bürger und seine Frau aus der Spätrenaissance zeigt.

Die gesamte Ausstellung bereichern Skulpturen der bedeutendsten Solothurner Bildhauer.

Hinweise: Die Vernissage am Samstagabend 17 Uhr ist abgesagt. Ausstellung bis 7. Juni.

Ein Selbstbildnis des Künstlers Heinz Schwarz aus dem Jahr 1963.

Ein Selbstbildnis des Künstlers Heinz Schwarz aus dem Jahr 1963.

Meistgesehen

Artboard 1