Die BDP hält es für «naiv» zu glauben, dass im Parlament in nützlicher Frist eine Mehrheit für eine Alternative zustande käme. Dass die Reform für viele eine finanzielle Einbusse bedeutet, liege in der Natur der Sache, wenn ein defizitäres System reformiert werden soll. Einstimmig ja sagt der Vorstand der BDP Kanton Solothurn auch zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit. Die langfristige Sicherung der Versorgung mit einheimischen Lebensmitteln, der bessere Schutz des Kulturlandes und der ressourcen- schonende Umgang mit Lebensmitteln seien nur einige der Gründe, die dafür sprechen.

Die einzige kantonale Vorlage lehnt die Solothurner BDP hingegen ab. Die Rechnung gehe nicht auf. Einerseits würden schon heute jährlich 3 Millionen in einen Ausgleichsfonds für die Weiterbildung der Assistenzärzte einbezahlt. Andererseits erachtet der BDP-Vorstand eine Anpassung des Numerus Clausus als tauglichere Massnahme, dem bevorstehenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Die ohnehin schon angespannte finanzielle Lage des Kantons würde mit den zusätzlich aufgewendeten 2,5 Millionen weiterhin verschärft. Die BDP vertritt die Meinung, dass die berufliche Weiterbildung im Interesse jedes Einzelnen liegt und somit privat oder vom Arbeitgeber, jedoch nicht mit Steuergeldern finanziert werden soll. (szr)