Seit einigen Wochen bereits ragen weithin sichtbar eine Reihe von Kränen in den Himmel. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass es vorwärtsgeht mit dem Neubau des Solothurner Bürgerspitals, dem bislang grössten Hochbauprojekt des Kantons.

Im September bereits, und damit früher als geplant, haben die Bauequipen der Firma Strabag AG damit begonnen, das Fundament für den neuen Behandlungs- und Bettentrakt zu erstellen. 9800 Quadratmeter misst die Fläche, welche die Profis nach allen Regeln der Kunst verbauen.

Finanzielle Reserven

«Es wird auf Teufel komm raus gearbeitet», ist Gesamtprojektleiter Alfredo Pergola stolz auf das hohe Tempo. Schliesslich soll der Rohbau im Frühling 2017 fertig sein. Und dem steht, Stand jetzt, auch nichts im Weg. Die Aushubarbeiten wurden aufgrund des guten Wetters bereits im August und nicht erst im September abgeschlossen. Reibungslos verlief im Frühling die Vergabe der Baumeisterarbeiten. Im Sommer dann ist auch das Submissionsverfahren für die Fassaden einschliesslich der Beschattungselemente erfolgreich beendet worden.

Visualisierung des neuen Bürgerspitals Solothurn

Visualisierung des neuen Bürgerspitals Solothurn

Damit wurden bislang Arbeiten im Wert von 100 Millionen Franken des insgesamt 340-Millionen Franken teueren Projekts vergeben. Demnächst, im November, folgt die Haustechnik. «Wir können den gesetzten Kostenrahmen einhalten», ist Alfredo Pergola nach der Vergabe verschiedener grosser Brocken erleichtert. Besonders zufrieden ist er auch über den weiteren Ausbau der finanziellen Reserven für nicht vorgesehene Notfälle.

Sobald Teile des Fundaments stehen, werden die ersten Wände hochgezogen. Laut Alfredo Pergola wird das noch in diesem Jahr der Fall sein. Ein kleines ökologisches Highlight bis jetzt ist für den Gesamtprojektleiter die Herkunft des Magerbetons, mit dem die sogenannte Sauberkeitsschicht, der unterste Teil des Fundaments, erstellt wird. Das dafür benötigte Material stammt von der unterirdischen geschützten Operationsstätte (Gops), die dem Neubau weichen musste. Dank vorbildlichem Recycling also steckt ein Stück altes Bürgerspital im neuen.