Wie bei anderen Banken in der Region hat sich auch bei der Solothurner Baloise Bank SoBa das Wachstum der Hypothekarkredite abgeschwächt. Im ersten Halbjahr 2014 stieg der Bestand an Wohnbauhypotheken gegenüber Ende 2013 um 0,9 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken, wie die Banktochter des Versicherungskonzerns Bâloise am Donnerstag bekannt gab. Im Geschäftsjahr 2013 betrug das Plus bei den Wohnbauhypotheken noch 2,6 Prozent. «Das Wachstum bewegt sich in der gewünschten Bandbreite unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage und unserer langfristig orientierten Kreditpolitik», begründet SoBa-Sprecher Marco Sauser die abnehmende Wachstumsdynamik.

Insgesamt sind die vergebenen Kredite im ersten Halbjahr um 0,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Franken gestiegen. Die Bank spricht von einer «nachhaltigen Kreditpolitik. So mussten erneut keine Wertberichtigungen für Kreditrisiken zulasten der Erfolgsrechnung gebildet werden.» Deutlich stärker wuchsen mit 3,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken die Kundengelder. Um 5,5 Prozent stiegen die Gelder in Spar- und Anlageform. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 7,1 Milliarden Franken.

Weniger Erfolg im Zinsgeschäft

Auf der Ertragsseite musste die Bank dem Zinsumfeld Tribut zollen. «Das anhaltend tiefe Zinsniveau belastete den Zinserfolg», heisst es in der Mitteilung. Der Erfolg im weitaus wichtigsten Ertragspfeiler ging um 2,6 Prozent auf 38,5 Millionen Franken zurück. Der Bruttogewinn sank um 1,9 Prozent auf 50 Millionen Franken. Vorab dank tieferen Kosten resultierte unter dem Strich mit 12,8 Millionen Franken trotzdem ein um 0,9 % leicht höherer Reingewinn. (FS)