Altreu
Die Armee packt im Naturreservat mit an

Die Angehörigen des Pontonier Bataillons 26 räumen mit schwerem Gerät einen Teil der kleinen Aareinsel auf Gesuch des Solothurner Amtes für Raumplanung.

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Jonas Lüthy vom Amt für Raumplanung
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Mit Baggern und anderem schweren Gefährt räumten die militärischen Einsatzkräfte einen Teil der kleinen Aareinsel.
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Der Bagger bei den Rodungsarbeiten im Naturreservat Aareinseli.
Das Pontonier Bataillon 26 hilft bei der Räumung der Aareinsel
Die während des WK offensichtlich bestens eingespielten Angehörigen des Pontonier Bataillons 26 bei der Übersetz-Aktion auf der Aare.
Am Ziel angekommen: Das aus drei Brückenelementen und einer Landungsrampe zusammengesetzte Schwimmgefährt landet mit dem Bagger sicher auf der Aareinsel.

Jonas Lüthy vom Amt für Raumplanung

Hanspeter Bärtschi

Grosseinsatz für 31 Angehörige des Pontonier Bataillons 26 an der Aare, unterhalb von Altreu. Dort galt es gestern, im kantonalen Naturreservat Aareinsel Unterhaltsarbeiten vorzunehmen. Für diese Arbeiten wurde von den WK-Truppen eine Schwimmbrücke 95 erstellt und mit dieser dann ein Bagger auf die kleine Insel transportiert.

Der Auftrag: Den unteren Inselspitz vor dem überwachsenden Kleingehölz zu befreien und eine Freifläche für rastende Watvögel oder Bodenbrüter zu schaffen.

«Eine Win-win-Situation für alle»

«Diese Arbeiten im schwierigen Gelände erfolgen auf Gesuch des Solothurner Amtes für Raumplanung», erklärt Dario Wohlgensinger, Presse- und Informationsoffizier des Pontonier Bataillons 26. Solche Unterstützungsleistungen der Armee für zivile Partner müssen jeweils durch den Führungsstab der Armee bewilligt werden.

Bei solchen Gelegenheiten wird laut Dario Wohlgensinger nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit zivilen Partnern trainiert. Er spricht von einer eigentlichen Win-win-Situation: Während die militärischen Einsatzkräfte ihre Fähigkeiten üben und vertiefen könnten, profitierten die zivilen Partner von anderweitig kaum greifbaren Mitteln und Kräften.

Wie immer in solchen Fällen sei zuvor eine «Unbedenklichkeitserklärung» des kantonalen Baumeisterverbandes eingeholt worden, um eine Konkurrenzsituation ausschliessen zu können, unterstreicht der Informationsoffizier.

Hier leben bis zu 115 Vogelarten

Jonas Lüthy, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Amt für Raumplanung, ist froh über die eintägige Unterstützungsleistung der Armee: «Damit konnte auf der Insel der erwünschte Ratsplatz und Lebensraum für Zug- und Watvögel geschaffen werden.»

Das Reservat Aareinsel erfreue sich dank seiner isolierten Lage mit 115 registrierten Vogelarten einer «sensationellen Vielfalt», hält Jonas Lüthy stolz fest. (ums.)