Vom 16. bis 25. September 2015 führt die Territorialregion 2 in der Nordwestschweiz und am Jurasüdfuss die Truppenübung «Conex 15» durch. Rund 5000 Angehörige der Armee werden mögliche Einsätze zugunsten ziviler Behörden – wie die Bewachung und Überwachung wichtiger Infrastrukturen oder die Unterstützung im Bereich Genie und Rettung – trainieren.

Die Übung wird seit einigen Jahren vorbereitet. So wurde das Szenario bereits 2012 verabschiedet. Es handelt von einer bedrohten Schweiz in einem fiktiven Europa der Zukunft; die Bedrohung ist aber nicht militärischer Art, sondern es sind die Folgen einer Wirtschaftskrise. Es geht um Verknappung, Schwarzhandel, Sabotage – und um grössere Flüchtlingsströme.

Was in Solothurn geplant ist

Das Gros der Truppe wird mit realen Aufträgen und Aufgaben versehen. Trainiert werden sollen Einsätze zugunsten der zivilen Bevölkerung, möglichst realitätsnah, mit den aktuellen Partnern und an echten Objekten. Geübt wird in den Kantonen der Nordwestschweiz, für welche die Territorialregion 2 zuständig ist.

Die rund 5000 Angehörigen der Armee werden rund um die Uhr im Einsatz sein; aufgrund der zahlreichen Einsatzorte werden nie viele Soldaten gleichzeitig am gleichen Ort zu sehen sein. Mit einer Ausnahme: Am Freitagnachmittag, 25. September, kommt es zum grossen Vorbeimarsch in Zofingen – mit 500 Fahrzeugen und Tausenden Armeeangehörigen.

Militärische und zivile Zusammenarbeit ist im Kanton Solothurn etwa bei der Bewältigung eines angenommenen Grossbrandes im Migros-Verteilzentrum Neuendorf gefragt. Über die Aare bei Boningen und Flumenthal werden Brücken gebaut und befahren.

Die Bevölkerung werde von den im Einsatz stehenden Armeeangehörigen nur wenig hören und sehen, eben weil die einzelnen Truppenteile auf einen grossen Raum verteilt sind, hiess es bei der Medienorientierung weiter. Dennoch werde die Bevölkerung in die Übung einbezogen. (az/sda)