Weissenstein-Schwinget

Der Weissenstein ist schon bereit für die Eidgenossen

Der Solothurner Hausberg ist für das 66. Weissenstein-Schwingen von morgen Samstag schon parat. Der Wettergott war den Organisatoren hold.

OK-Chef Michael Guldimann ist mit seinen Mannen zufrieden. «Ja, wir sind dieses Jahr sehr gut in der Zeit und mit den Vorbereitungen ziemlich fertig». Die Helfer, die mehrheitlich dem Solothurner Schwingclub angehören – darunter auch ein paar Kranzschwinger – haben gute Arbeit geleistet. «Und natürlich haben auch die rund 20 Mann aus dem Zivilschutz tatkräftig und effizient mitgearbeitet», betont Guldimann. Am Samstag stehen dann insgesamt bis zu 300 Helferinnen und Helfer im Einsatz.

Dass alles jedes Jahr wie am Schnürchen läuft, das hat mit der grossen Routine des Organisationskomitees zu tun. «Sage und schreibe drei Sitzungen haben genügt», so Guldimann. Er selbst führt den Anlass dieses Jahr zum zehnten Mal und gibt zu: «Eigentlich sagte ich zu Beginn, dass ich es zehn Jahre machen würde. Doch ich habe noch keine ‹Verschleisserscheinungen› und mache es sicher das nächste Jahr nochmals.» Schliesslich habe der Schwinget im Jahr 2011 wegen eines Unwetters gar abgebrochen werden müssen; und die Elf sei doch auch eine schöne Zahl.

Eine Erfolgsgeschichte

Der Weissenstein-Schwinget ist eine Erfolgsgeschichte. Guldimann berichtet: «Am 1. April starteten wir mit dem Vorverkauf der Tribünenplätze und am 8. April mussten wir ihn schliessen. Alle Plätze waren weg. Theoretisch könnte man noch mehr, als die rund 4 500 Leute hier oben begrüssen, sagt der OK-Chef. Der Bedarf wäre da. Doch er wehrt ab: «Mehr als diese Zahl möchten wir nicht hier oben. Dann stiesse alles, das Fest und der Berg an seine Grenzen.»

Tatsächlich sind dem Schwingfest hier oben natürliche Grenzen gesetzt – Stichwort Parkplatzsituation. Im vergangenen Herbst hat sich der VCS dafür stark gemacht, das Parkieren auf dem Berg zu verbieten oder stark einzuschränken. Ebenso sollte der Veranstalter verpflichtet werden, attraktive Kombi-Billette für Besucher, die mit dem ÖV anreisen, anzubieten.

«Das bieten wir an», sagt Guldimann. «Wer mit dem ÖV anreist, hat einen Tribünenplatz und bekommt ein Öufi-Bier. 500 solcher Arrangements haben wir verkauft.» Was das Parkieren auf dem Berg anbelangt, so erklärt Guldimann, sei es jetzt möglich hier oben an drei Grossveranstaltungen pro Jahr zu parkieren.

Zwischen 500 und 600 Autos fahren wohl zum Schwingfest die Bergstrasse hinauf – trotz 7-minütiger Gondelifahrt. «Es kommen eben viele Besucher, die eine lange Anreise haben und es möglichst bequem haben wollen. Dann auch etliche aus der Nordschweiz, die übers Thal auf dem Berg fahren.»

«Das Sägemehl kommt»,ruft Bauchef Thomas Lüthi. Auch er ist mit dem Verlauf der Arbeiten hier oben sehr zufrieden. 60 Kubikmeter feinstes Sägemehl aus Ichertswil komme auf den Berg. Das duftet.

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