Das schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme zu einer Interpellation des Selzacher CVP-Kantonsrats und Försters Thomas Studer. Der Wald lasse sich nicht mehr kostendeckend bewirtschaften, warnte er und warf die Frage auf, welche Zukunft das freie Betretungsrecht im Wald habe.

Die öffentliche Hand überweist heute jährlich rund 2,4 Millionen Franken an die Walbesitzer im Kanton. Ein Teil des Geldes entstammt dem schweizweit einzigartigen «Wald-Fünfliber»; Gemeinden bezahlen fünf Franken pro Einwohner und Jahr. Doch die Waldbesitzer sähen es am liebsten, wenn die Nutzer die erbrachten Leistungen noch stärker berappen oder wenn die Nutzung des Waldes eingeschränkt wird.

Der Regierungsrat zeigt Verständnis für diesen Wunsch. Es stimme, «dass die Beanspruchungen des Waldes durch Freizeitaktivitäten deutlich zugenommen haben». Doch gerade Verbote würden kaum auf Akzeptanz stossen. Lösungen böten vielmehr «positive Lenkungsmassnahmen». Gemeinsam mit den Waldnutzern müssten entsprechende Ziele evaluiert werden. Die Regierung verweist diesbezüglich etwa auf das Gebiet Weissenstein. Darüber hinaus erinnert die Regierung: Gemäss Gesetz bestehe an sich weder eine Pflicht zur Wald-Bewirtschaftung noch eine zum Unterhalt von Infrastrukturen für Freizeit und Erholung. (sva)