Obergerichtsurteil

Der Vergewaltiger von Dulliken wurde zu neun Jahren Haft verurteilt

Der Vergewaltiger von Dulliken muss für neun Jahre ins Gefängnis. (Symbolbild)

Der Vergewaltiger von Dulliken muss für neun Jahre ins Gefängnis. (Symbolbild)

Neun Jahre Haft lautet das Urteil des Solothurner Obergerichts. Es verurteilte den Angeklagten in allen Punkten und bestätigte damit die Einschätzung des Amtsgerichts Olten-Gösgen.

Die Haftstrafe für den Vergewaltiger von Dulliken setzt das Obergericht anderthalb Jahre höher an als die Vorinstanz. Die Genugtuung der Opfer – 10000 und 20000 Franken – setzte das Obergericht im zweiten Fall deutlich höher an.

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der 47-Jährige im April 2013 in einer Wohnung zwei junge Frauen unter Waffendrohung in seine Gewalt brachte und sie über Stunden mehrfach vergewaltigte beziehungsweise den Versuch dazu unternahm. Der Mann ist wegen anderer Delikte bereits inhaftiert.

Oberrichter Rolf von Felten begründete das Urteil bei der mündlichen Eröffnung mit der Glaubwürdigkeit der Aussagen der zwei Frauen. Sie hätten die Vorgänge konsistent, einprägsam und «ohne übermässigen Belastungseifer» gegen den Täter geschildert. Dagegen habe sich der Angeklagte in Widersprüche verstrickt, zuletzt bei der aktuellen Befragung.

Nach seiner Festnahme vor drei Jahren hatte er bestritten, überhaupt in der Wohnung gewesen zu sein. Unter dem Druck von DNA-Beweismaterial tischte er dann eine Geschichte von einem fingierten Einbruch auf, mit der er das eine Opfer belasten und zur Komplizin machen wollte. Das bringt ihm eine Verurteilung wegen falscher Anschuldigung und ein Jahr der Haftstrafe ein. Ausserdem ist er wegen mehrfachem Raub vorbestraft und sitzt derzeit (bis Januar 2021) eine Gefängnisstrafe ausserhalb des Kantons ab.
Staatsanwältin Stephanie Flury äusserte sich nach der Verhandlung zufrieden: «Das Obergericht hat das Strafmass sogar erhöht. Darüber bin ich froh.»

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