Die Kündigung der Mitgliedschaft sei vom Synodalrat beschlossen worden, heisst es in einer Mitteilung. Sie wird per Ende 2018 vollzogen. Der Vorstand nimmt den Schritt mit Bedauern zur Kenntnis. «Dieser Austritt destabilisiert die Reformierten Medien zu einem Zeitpunkt, als wir glaubten, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen», wird Vorstandspräsident Christoph Weber-Berg zitiert.

Im Blick habe er dabei das ausgeglichene Budget 2018 sowie die bereits kommunizierte strategische Neuausrichtung der Reformierten Medien. Man wolle nun schnellstmöglich das weitere Vorgehen diskutieren und Szenarien für die künftige Finanzierung entwerfen.

Streitpunkt ist offenbar das seit 2016 publizierte Magazin «Bref», wie am Donnerstag die «Berner Zeitung» berichtete. Der Synodalrat Bern-Jura-Solothurn habe sich daran gestört, dass es nicht kostendeckend produziert werden könne. Eine Rolle gespielt haben könnte zudem die Tatsache, dass der Synodalrat – der zweitgrösste Geldgeber der Reformierten Medien – in der Region seit 2015 eine eigene Mitgliederzeitschrift («Ensemble») herausgibt.

Die Reformierten Medien geben «Bref» heraus und betreiben das Nachrichtenportal «ref.ch». In Zusammenarbeit mit Schweizer Radio und Fernsehen SRF verantworten sie zudem Gottesdienstübertragungen sowie die Sendung «Wort zum Sonntag». Die Tätigkeiten der Reformierten Medien werden zu drei Vierteln aus Mitgliederbeiträgen der Trägerschaft finanziert. (szr)