Kanton Solothurn
Der Steuerfuss sinkt dieses Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge

Der durchschnittliche Steuerbezug der Solothurner Einwohnergemeinden ist dieses Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge gesunken. Er liegt im Mittel bei 118,4 % und damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des vergangenen Jahres.

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Der durchschnittliche Steuerfuss für natürliche Personen beläuft sich aktuell auf 118,4 Prozent. (Symbolbild)

Der durchschnittliche Steuerfuss für natürliche Personen beläuft sich aktuell auf 118,4 Prozent. (Symbolbild)

Sandra Ardizzone

Im laufenden Jahr haben 16 von 109 Solothurner Einwohnergemeinden den Steuerfuss gesenkt, drei Gemeinden beschlossen eine Erhöhung ihres Steuerbezugs. Der durchschnittliche Steuerfuss für natürliche Personen beläuft sich aktuell auf 118,4 % (-0,3 %).

Bei 42 der insgesamt 109 Gemeinden liegt der Steuerbezug unter diesem errechneten Durchschnittswert, in 67 Gemeinden darüber. Der mit der Einwohnerschaft gewichtete Steuerfuss liegt bei 116.4% (Vorjahr 116.8%).

Insgesamt 16 Gemeinden haben im laufenden Jahr ihren Steuerfuss gesenkt. Im Vorjahr waren es 19 Gemeinden. Damit kommen aktuell 59'520 Einwohner in den Genuss einer tieferen Steuerbemessung. Eine Erhöhung des Steuerfusses beschlossen drei Gemeinden, im Vorjahr waren es vier Gemeinden, was für 10'810 Einwohnern zu einer höheren Steuerlast führt. Die Mehrheit der Gemeinden (90) hat keine Änderung bei der Höhe des Steuerbezugs vorgenommen.

Die Mehrheit dieser steuergünstigen Gemeinden stammt aus den Bezirken Olten und Lebern. Am häufigsten liegt der Wert 125 % (14 Gemeinden).

Die Spanne zwischen dem tiefsten und dem höchsten Steuerfuss im Kanton beläuft sich auf 75 Prozentpunkte und bleibt somit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im 2018 sind in elf Gemeinden die Gemeindesteuern tiefer als die Staatssteuern (Steuerfuss Staatssteuer für natürliche Personen aktuell bei 104 Prozent). Am häufigsten verbreitet ist der Wert 125 Prozent (14 Gemeinden). Die Mehrheit der steuergünstigen Gemeinden stammt aus den Bezirken Olten und Lebern.

Über den tiefsten Steuerfuss – je 65 Prozent – verfügen die Gemeinden Kammersrohr und Feldbrunnen-St. Niklaus, gefolgt von Däniken (80 Prozent), Dornach (88), Härkingen (89), Bettlach und Rickenbach (je 95), Erlinsbach (98), Eppenberg-Wöschnau (99) sowie Lohn-Ammannsegg und Balm bei Günsberg (mit je 100 Prozent). Den höchsten Steuerfuss bezieht mit 140 % die Gemeinde Holderbank.

Die Spanne zwischen dem tiefsten und dem höchsten Steuerfuss beläuft sich somit auf 75 Prozentpunkte und bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im 2018 sind in elf Gemeinden die Gemeindesteuern tiefer als die Staatssteuern (Steuerfuss Staatssteuer für natürliche Personen aktuell bei 104%).

Gebühren stabil

Die Gebühren der Einwohnergemeinden haben sich 2018 nur leicht verändert. Die Verbrauchsgebühren für Wasser bewegen sich weiter zwischen 0,50 Fr./m3 und 4,80 Fr./m3. Im Durchschnitt aller Gemeinden liegt der Frischwasserpreis bei 2,03 Fr./m3 (Vorjahr: 2,00 Fr./m3). Dies ist eine Erhöhung um drei Rappen pro Kubikmeter Wasser gegenüber dem Vorjahr. Die Verbrauchsgebühren beim Abwasser belaufen sich zwischen 0,51 Fr./m3 und 4,00 Fr./m3.

Über 90 % der Gemeinden verlangen im Abwasserbereich eine Verbrauchsgebühr zwischen 1,00 Fr./m3 und 3,00 Fr./m3. Im Durchschnitt wird für die Entsorgung von Abwasser 1,77 Fr./m3 (Vorjahr 1,81 Fr./m3) bezahlt. Die grosse Spanne der Gebühren in der Siedlungswasserwirtschaft ist u.a. abhängig von der Siedlungsdichte sowie dem Anteil an privaten Quellfassungen je nach Gemeinde.

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