Verwahrungsvollzug

Der St.-Ursen-Brandstifter soll nicht entlassen werden

Zu früh gefreut am Freitag? Andres Z. wird vielleicht doch noch verwahrt.

Zu früh gefreut am Freitag? Andres Z. wird vielleicht doch noch verwahrt.

Die Solothurner Staatsanwaltschaft verlangt vom Bundesgericht die Fortsetzung des Verwahrungsvollzugs. Damit soll erreicht werden, dass der St.-Ursen-Brandstifter Andres Z. nicht entlassen wird.

Die Solothurner Staatsanwaltschaft beantragt beim Bundesgericht, dass der St.-Ursen-Brandstifter Andres Z. «weiterhin im Verwahrungsvollzug zu behalten und nicht zu entlassen» ist.

Dies bestätigt auf Anfrage Conny Zubler, Medienbeauftragte der Staatsanwaltschaft. Bereits am Montag war bekannt geworden, dass die Ankläger in Lausanne Beschwerde gegen das Urteil des Solothurner Obergerichts eingereicht hat.

Dieses hatte am Freitag die Aufhebung der Verwahrung des 66-jährigen Mannes per Mittwoch angeordnet. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll damit zugewartet werden, bis über die Urteils-Beschwerde entschieden ist.

Wie Mediensprecherin Zubler gegenüber dieser Zeitung ausführt, hält die Staatsanwaltschaft daran fest, dass Andres Z. eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle und grosse Rückfallgefahr bestehe. Die stellvertretende Oberstaatsanwältin Sabine Husi hatte vor dem Obergericht argumentiert, dass die bisher begangenen Taten und die grosse Rückfallgefahr wegen untherapierbarer paranoider Wahnvorstellungen die Anordnung einer Verwahrung rechtfertigen würden.

Die Verteidigung hatte erfolgreich damit argumentiert, dass für eine Verwahrung die juristische Grundlage fehlen würde. Von Andres Z. gehe keine Gefahr mehr aus. (ums)

Der St.-Ursen-Brandstifter kommt frei

Der St.-Ursen-Brandstifter kommt frei.

Das Solothurner Obergericht hat das Verwahrungsurteil gegen Andres Z. aufgehoben. (12.8.2016)

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