Schiesssport
Der Solothurner Schiesssportverband will die Wehrpflicht nicht abschaffen

Der Solothurner Schiesssportverband (SOSV) blickte an seine DV auf zehn Jahre seit der Gründung am 1. Januar 2003 zurück. Zudem bezog der Verband eindeutig eine ablehnende Position zu der Initiative «Ja zur Abschaffung der Wehrpflicht»

Walter Ernst
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Ehre gebührte (sitzend, v.l.): Kurt Kehl (verdientes Mitglied) und René Blunier (Ehrenmitglied). Es gratulieren (v.l.): Dorothee Saladin, Heinz Hammer und Katharina Hackspiel.

Ehre gebührte (sitzend, v.l.): Kurt Kehl (verdientes Mitglied) und René Blunier (Ehrenmitglied). Es gratulieren (v.l.): Dorothee Saladin, Heinz Hammer und Katharina Hackspiel.

Walter Ernst

«‹Der Schiesssport lebt› bedeutet für mich auch Veränderung, Weiterentwicklung und Anpassung an Zeit und Gesellschaft. Dazu gehören Fusionen, Regionalisierungen von Verbänden, Stärkung der Vereine innerhalb der Gemeinden, das Einstehen für den Schiesssport ebenso wie neue Wettkämpfe. Dafür müssen wir uns engagieren, müssen unsere Bemühungen für die Nachwuchsarbeit und die Mitgliederwerbung intensivieren», so Kantonalpräsident Heinz Hammer in seiner Eröffnungsbotschaft an der Delegiertenversammlung in Nuglar-St. Pantaleon.

Initiative ablehnen

Im Herbst wird das Stimmvolk über die Initiative «Ja zur Abschaffung der Wehrpflicht» abstimmen. «Dass wir diese Initiative ablehnen müssen, daran besteht für mich kein Zweifel, weil sie das sportliche Schiessen extrem gefährden würde», so Heinz Hammer weiter. Unübersehbar der Drohfinger des Egerkingers: «Trotz intensivem Suchen im Verband hat sich bis heute noch kein Pistolenschütze bereit erklärt, im Bereich Leistungssport die Wettkämpfe zu organisieren». Die Geschäftsleitung habe beschlossen, wenn bis Ende März das personelle Problem nicht gelöst werden könne, keine kantonalen Titelkämpfe in den Pistolendisziplinen stattfinden werden.

Die Abteilung Ausbildung und Nachwuchsförderung hat im SOSV einen sehr grossen Stellenwert. Kurt Kehl, zuständig für diesen Bereich freute sich mit Lars Gisler (Subingen). Der 13-Jährige belegte am Jugendfinal die Ränge eins und zwei.

Esther Gassler «beeindruckt»

Frau Landammann und Militärdirektorin Esther Gassler zeigte sich «beeindruckt für Ihre Präsenz als Zeichen der Verbundenheit zur gemeinsamen Sache, den gemeinsamen Interessen und Zielen. Sie messen sich im Wettkampf und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Pflege des Schiesssportes», ist die Militärdirektorin überzeugt. Auch sie ging auf die Armee-Initiative ein. «Dieses Mal geht es um die Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht. Es geht um die Aushebelung des Milizsystems und damit um nichts weniger als um die Abschaffung der Armee. Wer nun glaubt, dies betreffe nur die Armee und nicht das Schiesswesen, irrt gewaltig», so Esther Gassler weiter. «In diesem Sinne möchte ich Sie alle auffordern, mit grossem Engagement in diesen Abstimmungskampf zu steigen.

Die von Finanzchef Siegfried Meier präsentierte Jahresrechnung schloss mit Mehreinnahmen von 5155 Franken ab. Budgetiert für das laufende Jahr sind Mehrausgaben in der Höhe von 15 940 Franken. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass neue Aufgaben im Verband sowie im Bereich der Nachwuchsförderung inskünftig Mehrkosten verursachen würden.

Jan Lochbihler sei Dank

In Abwesenheit des Meisterschützen Jan Lochbihler (Europameister) ehrten Jürg Dietschi (Abteilungsleiter 300 Meter/Pistole) sowie Marcel Studhalter (Abteilungsleiter Gewehr 50 Meter / zehn Meter) die erfolgreichen Schützen und Schützinnen, so unter anderem Markus Abt (Freipistolen-EM 50 Meter Senioren) oder die Oltner Luftgewehrschützen mit Markus Birrer (Vereinswettschiessen 1. Rang / Kategorie 1) sowie Yvonne Graber (Gewinnerin der Sommermeisterschaft).

In Nuglar wurden Hanspeter Meister (Aetingen) als Abteilungsleiter Leistungssport anstelle von Markus Reinhart sowie Rolf Kaiser (Olten) als Abteilungsleiter Ausbildung und Nachwuchs anstelle von Kurt Kehl neu in die Geschäftsleitung gewählt. Robert Graf (St. Pantaleon) wurde in die Rechnungsprüfungskommission gewählt. Zum verdienten Mitglied des SOSV wurde Kurt Kehl (Oensingen) ernannt. Höhepunkt einer langen Liste von Geehrten war schliesslich die Ernennung von René Blunier (Nunningen), ehemals Vorstandsmitglied, heute Ressortleiter in den Abteilungen Leistungssport und Pistole, zum Ehrenmitglied.

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