Mit dem für Ostschweizer provokativen Motto «Mir gäh dr Sänf drzue» ist der Kanton Solothurn als Gastkanton an der Olma angetreten. Zum Abschluss stellt das Solothurner OK nun aber fest, dass man in der Ostschweiz den Solothurnern diese Provokation nicht übel genommen hat – «im Gegenteil», hält das OK fest.

Das Motto sei gar als sympathisch empfunden worden und man habe verstanden, dass die Gäste ihren Senf nur verbal dazugeben wollten. «Daraus ergaben sich viele gute Kontakte und interessante Gespräche», schreibt das OK in einer Mitteilung. Die Ostschweiz habe Solothurn entdeckt.

An der offiziellen Eröffnung am Donnerstag sei es der Solothurner Delegation gelungen, gleich zu Beginn zu punkten. Das musikalische Rahmenprogramm war laut dem OK vielseitig und setzte auch neue Akzente. Frau Landammann Esther Gassler habe als gebürtige Thurgauerin an der Olma ein «Heimspiel» gehabt. «Ihre humorvollen Festreden wurden – dank ihrem Dialekt – nicht nur gehört, sondern eben auch verstanden.»

Ein Umzug, der begeisterte

Trotz der winterlichen Temperaturen und dem garstigen Wetter wurden mehr als 30 000 Besucher am traditionellen Umzug gezählt. Mit 49 Sujets und über 2200 Teilnehmenden – davon mehrere Hundert Kinder und Jugendliche – präsentierte Solothurn den zweitgrössten Umzug der Olma-Geschichte. Die Organisatoren waren mit dem Anspruch angetreten, den Besuchern einen farbenfrohen, tönenden und facettenreichen Umzug zu präsentieren.

Die Zuschauer dankten dies mit grossem Applaus. Besonders gut angekommen ist laut dem OK bei den Zuschauern, dass man entlang der Strecke durch die Innenstadt drei Kommentatoren eingesetzt hat, die den Zuschauern am Umzug mit interessanten Informationen zu den einzelnen Sujets einen echten Mehrwert boten.

Die Idee, das Umzugsprogramm in Form eines «Klatschers» abzugeben, erwies sich als gelungen. Das auf Halbkarton gedruckte Programm konnte nämlich zu einem Fächer gefaltet zum Applaudieren verwendet werden.

Stimmungsvolle Arenashow

Die Arenashow vom Samstagnachmittag wurde zu einer echten «Soledurner Party». Das von Dani Fohrler und Sandra Boner (beide SRF) präsentierte Programm war vielfältig. Mehrere Musikgesellschaften musizierten zusammen, es wurde geturnt, getanzt, geritten und gehüpft. Die über tausend mitgereisten Solothurner Zaungäste liessen es sich nicht nehmen, ihre Delegation kräftig zu feiern.

Vielfältige Tierausstellung

Auch eine vielfältige Tierausstellung in den Hallen, dem Freigelände und der Arena fehlte nicht. Für die interessierten Besucher wurden in der Tier-Ausstellungshalle ein Infostand und ein Züchtertreff betrieben. Auch hier war die Besucherzahl laut dem OK überdurchschnittlich.

Die Vorführung und Kommentierung von Tierarten, Rassen und Einzeltieren sowie Pferdequadrillen und Hengstvorführungen fanden demnach grossen Anklang.

Sonderschau: Leuchttürme

«Zu einem echten Publikumshit wurde die Sonderschau des Kantons», steht nun in der Schlussbilanz der Organisatoren. Weit über 100 000 Besucher wurden gezählt. «Do muesch ine» war einer der meistgehörten Besucher-Tipps. Die Idee mit der Sonderschau einen ruhenden Pol – eine Insel – innerhalb der Olma zu bieten, konnte erfolgreich umgesetzt werden.

Gezeigt wurde Herausragendes aus dem Kanton, Solothurner «Leuchttürme» von überregionalem und internationalem Ruf. Kultur, Tourismus, Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe bildeten die Schwerpunkte. Grossformatige Panoramabilder waren Grundlage des Ausstellungskonzepts und bebilderten die einzelnen Ausstellungselemente.

Auf einer eigens für die Sonderausstellung gebauten Bühne wurde auch Solothurner Kultur dargeboten. Vom Jodlerchörli über die Handörgeliformation bis hin zum Quiz und verschiedenen Informationsveranstaltungen und Referaten. (SKS)