Kantonsrat

Der Rückbau der Klinik Allerheiligenberg wäre «worst case»

Wie gehts weiter mit der ehemaligen Klinik Allerheiligenberg oberhalb von Hägendorf? Ein Käufer konnte bisher nicht gefunden werden.

Einst eine Höhenklinik, dann ein temporäres Altersheim. Derzeit steht das Gebäude auf dem Allerheiligenberg in Hägendorf leer. Mit über 20 Interessenten traf sich das Hochbauamt schon zum Gespräch – verkauft wurde das Gebäude bisher nicht, wie Regierungsrat Roland Fürst am Dienstag dem Kantonsrat erklärte. Dieser beschäftigte sich mit dem Allerheiligenberg, da SVP-Kantonsrat Tobias Fischer (Hägendorf) vom Regierungsrat wissen wollte, wie es mit dem ehemaligen Klinikkomplex weiter geht.

Ziel sei nach wie vor, eine neue Trägerschaft zu finden, so die Antwort. So einfach ist das aber nicht. Einerseits liegt das Gebäude in der Landwirtschaftszone, überlagert von der Juraschutzzone. Weiter darf die neue Nutzung keine Konkurrenz zur Solothurner Spitäler AG (soH) darstellen, für welche der Kanton derzeit den Neubau des Bürgerspitals für 340 Millionen Franken realisiert.

Das wurmte dann doch den einen oder anderen – etwa die Politiker aus der Region des Allerheiligenberges. Nadine Vögeli (SP, Hägendorf) sprach davon, dass die Klinik in einer perfekten Lage vor sich hin altere und die Regierung wohl auf den Prinzen warte, der das Dornröschen wach küsse. In Hägendorf sei der Allerheiligenberg ein wichtiges Thema, man wünsche sich eine «Win-Win-Situation».

Allenfalls müsse man halt die zonenrechtliche Situation anpassen oder das Konkurrenzverbot zu den Solothurner Spitälern aufheben.

Georg Nussbaumer (CVP, Hauenstein) hingegen führte aus, dass das Konkurrenzverbot zur soH zwar das Hauptproblem sei, wenn es um den Verkauf des Gebäudes gehe. Dieses habe aber nicht etwa der Regierungsrat beschlossen. Vielmehr habe sich das Volk für die soH ausgesprochen, als es den Neubau des Bürgerspitals genehmigte. Deshalb müsse man nun mit dem Konkurrenzverbot leben. Und wenn es keine Lösung gebe, sei es die Pflicht der Politiker, auch einen Rückbau – das «worst case Szenario» in Betracht zu ziehen. Dazu soll es aber nicht kommen – vorerst. (Nka)

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